Fragmente
Verfasst: 09.04.2008, 23:33
Diesen Thread wollte ich schon lange eröffnen.
Immer wieder wenn ich mal ne Zeitung lese finde ich tolle Artikel oder einfach nur Zitate oder kleine Anspielungen. Da habe ich oft einfach ein Mitteilungsbedürfnis und Lust zu kommentieren oder zur Schau zu stellen.
In höchst unregelmäßigen Zeitabständen füttere ich also den Thread hier.
In der Frankfurter Rundschau (FR) vom 08. April 2008.
Verweis auf einen größeren Artikel auf der Titelseite:
Dazu fiel mir eigentlich nur folgendes ein:
"Ratte verlässt sinkendes Schiff
Ratte begründet ihren Schritt mit der Notwendigkeit, Schaden vom Schiff abzuwenden."
Einige Seiten weiter dann die Überraschung: Kommentar,
Ausgerechnet diese Bank-Chefin wollte gegen den Widerstand von Minister Glos (der eine Schlammschlacht mit billigster Frauenfeindlichkeit vorher und nachher losgetreten hat) die Privatbank-Tochter IKB loswerden, weil sie nach ihrer Ansicht nicht zum Profil der KfW passt (ist ja für jeden Laien einleuchtend). "Konsequenterweise übernahm sie im Gegensatz zu ihrem Vorgänger keinen Aufsichtsratsposten in der IKB."
Ich respektiere ihre Entscheidung. Sie lässt sich nicht verarschen und geht.
Thema olympischer Fackellauf durch Paris und dadurch entstandene Unruhe und Proteste:
"Der geplante Werbefeldzug wird durch das teilweise brutale Vorgehen der französischen Sicherheitskräfte und ihre schiere Massenpräsenz in sein Gegenteil verkehrt. Was als Einladung zu den Olympischen Spielen gedacht war, gerät zu einer eindrucksvollen Anklage gegen die Machthaber in Peking, [...]"
Man beachte auch die Wortwahl "Werbefeldzug": [über den Fackellauf]"..., die sich Carl Diem, ein den Faschisten nahestender Sportwissenschaftler, ausgedacht und 1936 bei den Spielen in Nazideutschland erstmals inszeniert hatte."
Eindrucksvoll bezeugt nun folgendes Zitat wie nahe sich Propagandamethoden des Kapitalismus und Faschismus stehen: "Das Weihevolle dieses olympischen Vorspiels verbanden spätere Olympioniken mit dem Kommzeriellen, insofern die Stafette 1996 ihren eigenen Sponsor bekam, der von Beginn an Coca-Cola hieß. Und weil die Spiele 1996 in Atlanta stattfanden und die Stadt im US-Bundesstaat Georgia Hauptsitz des Brauers der braunen Brause ist, lieferte das Internationale Olympische Komitee mit Vergabe des Staffelsponsoring allen Kritikern der Kommerzialisierung der Spiele eine Steilvorlage. Den weltweiten Staffeltransport in diesem Jahr zahlen übrigens neben Coca-Cola auch der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung und der chinesische PC-Hersteller Lenovo."
Die Tageskarikatur gibt der lahmenden Olympia dann endlich ihren finalen Todesschuss: Ein einsamer und verdutzter Fackelträger läuft über eine Brücke, neben ihm in Reih und Glied zu beiden Seiten Polizisten mit Vollhelm, Schild und Schlagstock, hinter ihm noch ein Schützenpanzer mit ausgefahrener MG und grimmig schauendem Schützen. Am Fluss sitzen drei Angler:
Angler 1: Wer is'n da unterwegs?!
Angler 2: George Bush?!
Angler 3: Ein Islamkritiker?!
Ich hab mich gekugelt, diese Karikatur werde ich mir einrahmen!
Immer wieder wenn ich mal ne Zeitung lese finde ich tolle Artikel oder einfach nur Zitate oder kleine Anspielungen. Da habe ich oft einfach ein Mitteilungsbedürfnis und Lust zu kommentieren oder zur Schau zu stellen.
In höchst unregelmäßigen Zeitabständen füttere ich also den Thread hier.
In der Frankfurter Rundschau (FR) vom 08. April 2008.
Verweis auf einen größeren Artikel auf der Titelseite:
Bank-Chefin tritt ab
Ingrid Matthäus-Meier hat genug. Die Vorstandsvorsitzende der staatseigenen KfW-Bankengruppe tritt ab und begründet ihren Schritt mit der Notwendigkeit, Schaden von der Bank abzuwenden. Die KfW ist durch Fehlspekulationen ihrer Tochter IKB in die Krise geraten.
Dazu fiel mir eigentlich nur folgendes ein:
"Ratte verlässt sinkendes Schiff
Ratte begründet ihren Schritt mit der Notwendigkeit, Schaden vom Schiff abzuwenden."
Einige Seiten weiter dann die Überraschung: Kommentar,
Das erste echte Opfer der Krise
Ausgerechnet diese Bank-Chefin wollte gegen den Widerstand von Minister Glos (der eine Schlammschlacht mit billigster Frauenfeindlichkeit vorher und nachher losgetreten hat) die Privatbank-Tochter IKB loswerden, weil sie nach ihrer Ansicht nicht zum Profil der KfW passt (ist ja für jeden Laien einleuchtend). "Konsequenterweise übernahm sie im Gegensatz zu ihrem Vorgänger keinen Aufsichtsratsposten in der IKB."
Ich respektiere ihre Entscheidung. Sie lässt sich nicht verarschen und geht.
Thema olympischer Fackellauf durch Paris und dadurch entstandene Unruhe und Proteste:
"Der geplante Werbefeldzug wird durch das teilweise brutale Vorgehen der französischen Sicherheitskräfte und ihre schiere Massenpräsenz in sein Gegenteil verkehrt. Was als Einladung zu den Olympischen Spielen gedacht war, gerät zu einer eindrucksvollen Anklage gegen die Machthaber in Peking, [...]"
Man beachte auch die Wortwahl "Werbefeldzug": [über den Fackellauf]"..., die sich Carl Diem, ein den Faschisten nahestender Sportwissenschaftler, ausgedacht und 1936 bei den Spielen in Nazideutschland erstmals inszeniert hatte."
Eindrucksvoll bezeugt nun folgendes Zitat wie nahe sich Propagandamethoden des Kapitalismus und Faschismus stehen: "Das Weihevolle dieses olympischen Vorspiels verbanden spätere Olympioniken mit dem Kommzeriellen, insofern die Stafette 1996 ihren eigenen Sponsor bekam, der von Beginn an Coca-Cola hieß. Und weil die Spiele 1996 in Atlanta stattfanden und die Stadt im US-Bundesstaat Georgia Hauptsitz des Brauers der braunen Brause ist, lieferte das Internationale Olympische Komitee mit Vergabe des Staffelsponsoring allen Kritikern der Kommerzialisierung der Spiele eine Steilvorlage. Den weltweiten Staffeltransport in diesem Jahr zahlen übrigens neben Coca-Cola auch der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung und der chinesische PC-Hersteller Lenovo."
Die Tageskarikatur gibt der lahmenden Olympia dann endlich ihren finalen Todesschuss: Ein einsamer und verdutzter Fackelträger läuft über eine Brücke, neben ihm in Reih und Glied zu beiden Seiten Polizisten mit Vollhelm, Schild und Schlagstock, hinter ihm noch ein Schützenpanzer mit ausgefahrener MG und grimmig schauendem Schützen. Am Fluss sitzen drei Angler:
Angler 1: Wer is'n da unterwegs?!
Angler 2: George Bush?!
Angler 3: Ein Islamkritiker?!