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Multidimensional
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Seite 1 von 3

Autor:  Andre23 [ 07.04.2007, 22:50 ]
Betreff des Beitrags:  Multidimensional

"Die Erkenntnis von Dualität und der damit verbundene Versuch der Verganzheitlichung im Sinne des Aufhebens von Gegensätzen ist eine Fixierung der Wahrnehmung auf die Gegenständlichkeit der Welt, des lebendigen Konstrukts, zu dem dieser Traum geworden ist, den wir alle träumen...
Denn es gibt keinen Gegensatz - und keine Dualität.

So betrachtet ist jede Fixierung des Denkens, Fühlens und Handelns, ganz gleich unter welcher Prämisse, ob in unseren Beziehungen, ob in Kultur, Politik, Wissenschaft oder Religion im Sinne eines evolutionär befreienden Bewusstseinsprozesses kontraproduktiv.

Gibt es also dort, wo wir uns Einheit wünschen und die Aufhebung der Gegensätze vermuten, nicht vielmehr eine unendliche Vielheit auf multidimensionaler Ebene, die wir nur dann erfahren und erleben können, wenn wir aufhören, unentwegt und in Übereinstimmung mit jenem, den wir „Ich“ nennen, Strukturen und Konzepte erkennen und errichten zu wollen, deren Gewicht uns von jenem Moment Reinen Verstehens trennt, der unentwegt vor uns flieht ?

Fixierungen kreieren Voreingenommenheit. Voreingenommenheit verbiegt und filtert unsere Wahrnehmung dergestalt, daß eine Weiterentwicklung menschlichen Bewusst-Seins praktisch nicht mehr stattfindet und wir uns stattdessen in einem zermürbenden Kreislauf tagtäglicher Routine des „selben alten Dings“ wiederfinden.
Ist es wirklich so unvorstellbar, daß die Botschaft, die unser Multiversum in jedem Augenblick unseres Lebens bereithält, jederzeit abrufbar ist - egal ob im Wach- oder Traumbewusstsein - frei von Angst, frei von Voreingenommenheit, frei vom zermürbenden Druck eines Bewusstseins, das nicht das Unsere ist?
Ein Bewusstsein, welches uns vom Menschsein im weitesten und allerursprünglichsten Sinne abschneidet und uns zwingt, uns auf intellektueller wie emotionaler, physischer wie psychischer Ebene in Obsessionen zu verlieren - anstatt das uns innewohnende Potential zu erkennen, das nichts als nur die Wahrheit des Herzens ist , die mit der Stimme des Inneren Kindes zu uns spricht."


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Autor:  Anzeige [ 07.04.2007, 22:50 ]
Betreff des Beitrags: 


Autor:  Spyder [ 20.06.2007, 20:43 ]
Betreff des Beitrags: 

Andre23 hat geschrieben:
"Die Erkenntnis von Dualität und der damit verbundene Versuch der Verganzheitlichung im Sinne des Aufhebens von Gegensätzen ist eine Fixierung der Wahrnehmung auf die Gegenständlichkeit der Welt,

Dualität worin? Erscheint mir wie ein Textabschnitt dem etwas mehr vorangegangen ist ;)
Zitat:
des lebendigen Konstrukts, zu dem dieser Traum geworden ist, den wir alle träumen...
Denn es gibt keinen Gegensatz - und keine Dualität.

:?:

Zitat:
So betrachtet ist jede Fixierung des Denkens, Fühlens und Handelns, ganz gleich unter welcher Prämisse, ob in unseren Beziehungen, ob in Kultur, Politik, Wissenschaft oder Religion im Sinne eines evolutionär befreienden Bewusstseinsprozesses kontraproduktiv.

Oha. Das halte ich, gelinde gesagt, für gewagt. Vielleicht verstehe ich Fixierung auch einfach anders. Fixierung im Sinne von dauerhafter Unbeweglichkeit - ja, dann sind wir einer Meinung.

Zitat:
Gibt es also dort, wo wir uns Einheit wünschen und die Aufhebung der Gegensätze vermuten, nicht vielmehr eine unendliche Vielheit auf multidimensionaler Ebene, die wir nur dann erfahren und erleben können, wenn wir aufhören, unentwegt und in Übereinstimmung mit jenem, den wir „Ich“ nennen, Strukturen und Konzepte erkennen und errichten zu wollen, deren Gewicht uns von jenem Moment Reinen Verstehens trennt, der unentwegt vor uns flieht ?

Hm, hier gibt es einiges zu sagen. Erstmal finde ich Formulierungen wie "Vielheit auf multidimensionaler Ebene" ehrlich gesagt etwas lächerlich. Hört sich doch etwas gehobener an als das was es aussagen will aber letztendlich wird klar was gemeint ist.
Der Versuch Konzepte und Strukturen zu erkennen finde ich essentiell um mehr Verständnis zu erlangen. Das bedeutet natürlich nicht, dass man nur ein Konzept oder Struktur als wahr oder möglich ansieht oder sich nur mit wenigen beschäftigt. Vielmehr sollte man möglichst viele plausible Konzepte betrachten und verstehen, jede Perspektive ist es wert genutzt zu werden. Macht man alles richtig, wird dies alles nicht zum Ballast das einen behindert, sondern zum Fundament weiterer, möglicherweise komplexerer und abstrakterer Betrachtungen.
Die Formulierung "reines Verstehen" finde ich reichlich esoterisch. Er soll wohl das bezeichnen, was die Menschen immer wieder plagt: Hat man ein Verständnis erreicht, tun sich neue Fragen auf und es ist wieder ein "Verständnis auf nächst höherer Ebene" in Sicht.

Zitat:
Fixierungen kreieren Voreingenommenheit. Voreingenommenheit verbiegt und filtert unsere Wahrnehmung dergestalt, daß eine Weiterentwicklung menschlichen Bewusst-Seins praktisch nicht mehr stattfindet und wir uns stattdessen in einem zermürbenden Kreislauf tagtäglicher Routine des „selben alten Dings“ wiederfinden.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Zitat:
Ist es wirklich so unvorstellbar, daß die Botschaft, die unser Multiversum in jedem Augenblick unseres Lebens bereithält, jederzeit abrufbar ist - egal ob im Wach- oder Traumbewusstsein - frei von Angst, frei von Voreingenommenheit, frei vom zermürbenden Druck eines Bewusstseins, das nicht das Unsere ist?

Das klingt so ein bisschen nach Pilze schlucken und auf Erleuchtung warten ;) Entschuldige die Polemik. Aber hier möchte ich wie oben schon zum Ausdruck bringen, dass es einer gewissen "Arbeit" benötigt um die "Botschaften des Multiversums abzurufen" (Esoterikalarm). Natürlich gehört dazu auch die Ruhephase und die unterbewusste Arbeit des Geistes. Bekannterweise lief schon Archimedes "Heureka!"-rufend nackt durch die Stadt nachdem ihm in der Badewanne die entscheidende Idee kam :)
Zitat:
...eines Bewusstseins, das nicht das Unsere ist?
Ein Bewusstsein, welches uns vom Menschsein im weitesten und allerursprünglichsten Sinne abschneidet und uns zwingt, uns auf intellektueller wie emotionaler, physischer wie psychischer Ebene in Obsessionen zu verlieren - anstatt das uns innewohnende Potential zu erkennen, das nichts als nur die Wahrheit des Herzens ist , die mit der Stimme des Inneren Kindes zu uns spricht."

Ich bezeichne mal das Bewusstsein von dem der Text spricht als "ratio", denn so verstehe ich den Text. Ich finde es außerordentlich schade, dass hier die ratio so diskreditiert wird.
Natürlich darf man sich nicht allein von der ratio lenken lassen (oder auch nur hauptsächlich von ihr), genauso finde ich es aber auch naiv möglichst ohne die Systematik der Ratio auskommen zu wollen und nur nach dem "Herzen", also unserem Gefühl und Temperament zu folgen. Vielmehr sollte man Synergieeffekte nutzen (Bullshit-Bingo! 1 Punkt für mich).

Autor:  Andre23 [ 22.06.2007, 18:13 ]
Betreff des Beitrags: 

:) Da brummst du mir aber was auf Spyder :)

Dankeschön, das zwingt mich auch nochmals darüber zu reflektieren und ich bin gerade so faul :D. Kommt aber noch...;)

Autor:  Andre23 [ 27.06.2007, 16:14 ]
Betreff des Beitrags: 

Ok, erstmal dazu:


spyder hat geschrieben:
Ich bezeichne mal das Bewusstsein von dem der Text spricht als "ratio", denn so verstehe ich den Text. Ich finde es außerordentlich schade, dass hier die ratio so diskreditiert wird.
Natürlich darf man sich nicht allein von der ratio lenken lassen (oder auch nur hauptsächlich von ihr), genauso finde ich es aber auch naiv möglichst ohne die Systematik der Ratio auskommen zu wollen und nur nach dem "Herzen", also unserem Gefühl und Temperament zu folgen. Vielmehr sollte man Synergieeffekte nutzen (Bullshit-Bingo! 1 Punkt für mich).


Mein permanentes In-Frage-stellen der Fixierung des Rationalen, hat Methode.
Es geht mir nicht darum die Ratio an sich zu diskreditieren, sondern den Stellenwert unserer rationalen Betrachtung zu hinterfragen. Ich stimme Deinen Ausführungen sogar voll zu. Als Wahrnehmungs- und Begriffsinstrument nimmt unser sachbezogener, auf Ursache und Wirkung ausgerichteter Verstand aber eine dominante Position ein, die ihm nicht zusteht.Die unserer Betrachtung zugrundeliegenden emotionalen Prägungen und emotionaler Verstrickung und das darunter verborgene Reservoir des sog. "Unbewussten" werden permanent ausgegrenzt . Wahrnehmungseindrücke die ausserhalb gefestigter und abgesicherter Erkenntniss im Sinne eines "logischen" Prozesses stehen, werden verbogen, unterdrückt, ignoriert bzw. als nicht "wirklich", als "psycho-somatisch", als Störung sowohl im Sinne einer Krankheit als auch störend für die Beweiskraft eines rein mechanistisch funktionierenden Kosmos, dargestellt. Es wird in der Regel mehr Energie und Aufwand darauf verwendet Argumente , Postulate, Beweisführungen, Theorien zu ersinnen,um die bestehende Welt- und Wahrnehmungsordnung zu verteidigen und zu rechtfertigen, als auch nur in Betracht zu ziehen, dass wir möglicherweise die Welt trotz unseres Wissens und unserer Erkenntnisse immer noch durch das Nadelöhr unserer vorgefertigten Meinungen und Ansichten betrachten. Eine wirkliche Synthese und damit ein echtes Aufarbeiten unserer inneren und äusseren Defizite, die bei blosser Erwähnung sofort ein Gefühl der Angst, des Unbehagens oder auch der Wut freisetzen findet nicht statt. Statt dessen werden in der Regel sofort alle möglichen Theorien, Konstrukte und Erklärungsmodelle (mit Hilfe der Ratio)herangezogen, die diesen inneren Aufruhr sofort besänftigen, um sozusagen den Deckel draufzulassen. Ich finde das seltsam u. nach Jahren der Beschäftigung mit diesem Thema sogar schon beängstigend, zumindest aüsserst be-denklich und zwar weil ich fühlend wahrnehmen kann, dass hier grundsätzlich etwas mit uns allen nicht stimmt .

Ich habe diesen Bereich meines Wahrfühlens (auch als Intuition oder 6.Sinn bezeichnet) mehr und mehr kultiviert und verfeinert und festgestellt, dass sich hinter meiner ratinal begrenzten Wahrnehmung tatsächlich eine ganz neue (alte) innere und aüssere Welt liegt die vielleicht die Antwort auf die Frage gibt wozu die ungenutzten 85% unserer Hirnkapazität eigentlich gebraucht werden.
Eine Antwort ist, dass wir keine technologischen Hilfsmittel, Werkzeuge und intellektuellen Krücken brauchen um die Welt um uns zu erforschen zu erkennen u. zu bereisen. Unser in Millionen Jahren der Evolution gewachsenes Bewusstsein ist das beste und perfekteste Werkzeug das es gibt.Doch wir gehen damit um wie ein Kleinkind dem man einen Supercomputer in die Hand drückt, den es nicht versteht und dass, nach erlahmender Faszination, eine Weile damit herumspielt u. dann einfach kaputtmacht was es nicht versteht. Schlimmer noch: Wir erzeugen sozusagen billige Plagiate der Wirklichkeit, eine Kunstwelt, die nichts als ein Abziehbild der kosmisch-evolutionären Entwicklung und deren Schöpfung und Geschöpfe ist, anstatt in direktem Kontakt mit uns selbst und der Welt die uns umgibt, einfach zu sein und zu leben quasi das Leben zu leben.

Unser derzeitiger Stand unserer Entwicklung ist für mich eine Übergangszeit in dem wir uns solcher Spielzeuge, Krücken und Schutzschilde bedienen um nicht mit der Wirklichkeit unserer Existenz konfrontiert zu werden, dadurch aber in eine Art existentiellen "Overload" bzw. "Overkill" getrieben werden, der uns letztlich und paradoxerweise (sofern wir es schaffen als Menschheit noch für eine Weile zu überleben)
in Übereinstimmung (Alignment ) mit unserer wirklichen und uns bestimmten u. bestimmenden Natur und Existenz zwingen wird.
Frei nach Goethes Mephisto : "Die Kraft die stets das Böse will und stets das Gute schafft".

Kleine Übung: Leg Dich einfach mal ausgestreckt und entspannt hin, lass alle Gedanken und dringlichen Angelegenheiten an dir vorbeiziehen -beobachte einfach nur was da denkt und denkt und denkt. Falls es dir gelingt einen wirklich tiefen Entspannungszzustand zu erreichen (z.B. in dem du mit jedem gleichmässigen Ein-und Ausatmen alle Muskelspannungen in deinem Körper wegvisualisierst) lass dich einfach fallen, denke nichts und lass alles an Gefühlen und Bildern zu dir kommen.

Ich halte dich für fit genug, dass dir das mit etwas Übung gelingt. Du wirst überrascht sein was da alles an "Antworten" bzw, Resonanz in dir aufsteigt. Vor allem wirst du feststellen wie schwer es ist den endlosen Gedankenstrom, der ansonsten dein Leben beherrscht abzuschalten.
Achte einfach auf die Widerstände :D...ich bin mir sicher das gibt dir schon Fragen und Antworten genug - auch ohne Interferenz des "Denkens".

Autor:  Spyder [ 28.06.2007, 09:35 ]
Betreff des Beitrags: 

Es ist grad früh morgens und ich bin grad nach sehr wenig Schlaf aufgewacht, aber ich hab gerade einfach Lust zu antworten, weil mir auch gerade einfach viel dazu klar geworden ist (wie ich drüber denke).

Ich mag es immer noch nicht, wenn man sagt, dass ratio überbewertet wird und man auf sein Gefühl hören soll. Meiner Meinung und (beschränkten aber dennoch vorhandenen) Erfahrung nach, sind all die Argumente für Menschlichkeit, Fairness und allgemein mehr "Feingefühl" im Leben und im Alltag wenn man seine ratio benutzt um sie im Kopf seriös und frei von Vorurteilen (keinen gefühlsmäßigen, sondern denen im Verstand) durchdiskutiert noch eher zu erkennen als wenn man nur sein Gefühl benutzt. Mir erscheint es geradezu wenn ich korrupte Politiker, Bänker, Diktatoren und sonstige mächtige Übeltäter anschaue, dass diese UNlogisch handeln. Würden diese ernsthaft reflektieren kämen sie auch mit ihrem Gewissen in die Bredouille. Ich glaube, die Vernunft macht die Ausnutzung und Unfairness dieser Leute "nur" etwas effektiver, gezielter, stärker. Aber genaugenommen folgen doch gerade diese Leute unglaublich stark ihren Gefühlen - ihre Machtgelüsten, ihrer hemmungslosen Wollust und vielleicht auch sadistischen Neigungen. Auch in der Gefühlswelt gibt es negative Seiten und diese Leben die offensichtlich aus, effektiviert und systematisiert durch den Gebrauch der Vernunft. Die Vernunft selbst befasst sich aber nie mit dem Kernthema. Mit etwas weniger Fixierung in allen "Denkebenen" und mit dem gleichwertigen Gebrauch von ratio und Bauchgefühl würden diese Menschen sich ganz anders verhalten. Aber sie sind nicht in der Position in der sie zum seriösen reflektieren gezwungen werden. Mit dem richtigen Pflichtgefühl wären sie das wohl, aber daran hakts leider auch.
Ich glaube das ganze ist komplexer als auch wir uns das oft eingestehen möchten. Es sind viele Faktoren aber das was wir ansprechen ist gewiss nicht unwichtig. Hoffe die Diskussion geht noch weiter, das hier war nur ein müder Erguß meiner Gedanken (der Kaffee sitzt noch nicht :D). Hoffe alles ist kohärent und verständlich :D

Autor:  elegolo [ 02.07.2007, 21:16 ]
Betreff des Beitrags:  Jungs, Jungs!

Wo treibt Ihr Euch nur wieder rum? Begrifflichkeiten und Befindlichkeiten, Texte ohne Ende. Wie wär's, sich mal auf ein paar Begriffsdefinitionen zu verständigen:

(aus der Wiki:)

Bewusstsein (lat. conscientia „Mitwissen“) bezeichnet die Fähigkeit, über mentale Zustände, also etwa Gedanken, Emotionen, Wahrnehmungen oder Erinnerungen, zu verfügen und sich dessen gewahr zu sein. Das Phänomen des Bewusstseins wird oft als eines der größten ungelösten Probleme von Philosophie und Naturwissenschaft angesehen. Derzeit gibt es keine präzise allgemein anerkannte Definition von Bewusstsein.

Ratio ist ein lateinischer Begriff und wird meistens mit Vernunft oder Verstand übersetzt. Bezogen auf die Tätigkeit des Gehirns ist damit ursprünglich die kognitive Kraft gemeint, die allem Denken zugrundeliegt.

Mit Vernunft als philosophischem Fachbegriff wird die Fähigkeit des menschlichen Geistes bezeichnet, universelle Zusammenhänge in der Welt und ihre Bedeutung zu erkennen und danach zu handeln – insbesondere auch im Hinblick auf die eigene Lebenssituation (vgl. Nous). Die Vernunft ist das oberste Erkenntnisvermögen, das den Verstand kontrolliert und diesem Grenzen setzt bzw. dessen Beschränkungen erkennt. Sie ist damit das wichtigste Mittel der geistigen Reflexion und das wichtigste Werkzeug der Philosophie. Dieses, als Diskussionsgrundlage immer noch maßgebliche Verständnis von Vernunft, steht in der Tradition der Philosophie Immanuel Kants.

Der Verstand ist in der Philosophie das Vermögen, Begriffe zu bilden und diese zu Urteilen zu verbinden. Die heutige Verwendung des Begriffes wurde maßgeblich von Immanuel Kant geprägt, der dem Verstand häufig die Vernunft gegenüberstellt, aber auch von der Wahrnehmung (s.a. Empirie) unterscheidet.

Unter Denken werden alle Vorgänge zusammengefasst, die aus einer aktiven inneren Beschäftigung mit Vorstellungen, Erinnerungen und Begriffen eine Erkenntnis zu formen suchen.
Oft basiert das Denken auf einem Einfall oder wird spontan durch Gefühle bzw. Situationen, aber auch durch Sinneseindrücke oder Personen ausgelöst (oder auch abstrakt konstruktiv entwickelt).

Wahrnehmung bezeichnet im Allgemeinen den Vorgang der bewussten Aufnahme von Informationen eines Lebewesens über seine Sinne. Auch die aufgenommenen und ausgewerteten Informationen selbst werden gelegentlich Wahrnehmungen (oder Perzepte) genannt. Die Fähigkeit zur Sinneswahrnehmung kann bewusst durch Aufmerksamkeit gesteigert werden.

Das Unbewusste ist in der Psychologie jener Bereich der menschlichen Psyche, der dem Bewusstsein nicht direkt zugänglich ist. Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass unbewusste psychische Prozesse das menschliche Handeln, Denken und Fühlen entscheidend beeinflussen oder sogar grundlegend steuern, und dass die Bewusstmachung unbewusster Vorgänge eine wesentliche Voraussetzung für die Therapie von Neurosen ist. Von tiefenpsychologischen Laien wird für das Unbewusste auch der Begriff Unterbewusstsein verwendet.


Was ich damit will? Keine Ahnung - aber ich denke, dass nur die Klarheit von Begrifflichkeiten ein wirkliches Verstehen und eine wahrhaftige Kommunikation ermöglicht. Wenn ich immer erst erahnen muss, was der andere meint, so bilde ich mir aus den Worten meines Kommunikationspartners wieder meine eigene Welt, mein eigenes Wirklichkeitsgefüge und meine Wahrheit, die mit der meines Gegenübers vielleicht nur wenig zu tun hat. Von Verstehen kann man dann kaum sprechen.



Verstehen (engl. meist understand) ist das inhaltliche Begreifen eines Sachverhalts, das nicht in der bloßen Kenntnisnahme besteht, sondern in der intellektuellen Erfassung des Zusammenhangs. Verstehen bedeutet nach Wilhelm Dilthey, aus äußerlich gegebenen, sinnlich wahrnehmbaren Zeichen ein “Inneres”, Psychisches zu erkennen. Der Fachterminus ist der Gegensatz zum Fachterminus Erklärung.

Die Intelligenz (lat.: intelligentia „Einsicht, Erkenntnisvermögen“, intellegere „verstehen“) bezeichnet im weitesten Sinne die Fähigkeit zum Erkennen von Zusammenhängen und zum Finden optimaler Problemlösungen.
Hinsichtlich der unterschiedlichen Bereiche der Problemstellungen werden auch unterschiedliche Arten von Intelligenz unterschieden. Eine gute allgemeine Definition gibt Thurstone, der mit der Multiple-Faktoren-Theorie folgende Einzelfaktoren nennt: räumliches Vorstellungsvermögen, Rechenfähigkeit, Sprachverständnis, Wortflüssigkeit, Gedächtnis, Wahrnehmungsgeschwindigkeit, logisches Denken. Mit diesen Faktoren wird die Befähigung gegeben, mit Bildung und Wissen etwas anfangen zu können (was sozusagen im Gegensatz zu Weisheit steht, die dieses voraussetzt).
In der Psychologie ist Intelligenz ein Sammelbegriff für die kognitiven Fähigkeiten des Menschen, also die Fähigkeit, zu verstehen, zu abstrahieren und Probleme zu lösen, Wissen anzuwenden und Sprache zu verwenden.

Das deutsche Wort Wirklichkeit wurde von Meister Eckhart als Übersetzung des lateinischen "actualitas" eingeführt. Es bezeichnet den Seinsmodus, der von Möglichkeit und Notwendigkeit abgegrenzt ist (siehe auch Kontingenz). Dem Begriffspaar Wirklichkeit/Möglichkeit (Akt/Potenz) steht das anders akzentuierte Begriffspaar Realität/Idealität gegenüber (siehe auch Realismus und Idealismus).
Der Begriff „Wirklichkeit“ erklärt im Unterschied zum Begriff Realität reale Dinge als Dinge, die eine Wirkung haben oder ausüben können. Insofern sind auch subjektive innere, z.B. emotionale Zustände der Wirklichkeit zugehörig, da auch sie Wirkung zeigen (Stichwort Psychosomatik). Dies kommt etwa in der Definition des Gestaltpsychologen Kurt Lewin (ebenso auch bei C. G. Jung) zum Ausdruck: „Wirklich ist, was wirkt.“ Diese erweiterte Verwendung des Begriffs findet man vor allem in der Psychologie und in der Kommunikationsforschung, während sie in den Naturwissenschaften oft noch abgelehnt wird, weil sie zu Missverständnissen führen könnte.

Als Realität (lat. realitas, von res „Ding“) oder Wirklichkeit wird im allgemeinen Sprachgebrauch die Gesamtheit des Realen bezeichnet. Real ist dabei das, was auch außerhalb des Denkens existiert, d.h. unabhängig vom nur Gedacht-Sein: Inhalte von Vorstellungen, Gefühlen, Wünschen, Wahrnehmungen u.ä. gelten im Alltagsverständnis zunächst einmal als nicht der Realität zugehörig.
Das genaue Verständnis dessen, was unter real, irreal und Realität zu verstehen ist, beruht auf den jeweils vorausgesetzten philosophischen Grundannahmen ontologischer und metaphysischer Art; dies gilt auch für das Realitätsverständnis der einzelnen Wissenschaften. In der Philosophie können die Begriffe „Realität" und „Wirklichkeit" in unterschiedlicher Weise gebraucht werden.



Ich würde mir halt wünschen, dass, wenn jemand (so viele) Begriffe gebraucht, er diese doch bitte einmal ganz gründlich erklären möge.
Zum Thema "Multidimensional" im weltanschaulichen Sinne habe ich übrigens in der Wicki nichts gefunden - wäre doch ein guter Platz für einen Definitionsversuch :lol:.
Überhaupt könnten auch alternative Weltanschauungen mal ein bißchen Fuß in der Wikipedia fassen, wenn das denn zugelassen wird.

Grüßli
elegolo

Autor:  Spyder [ 02.07.2007, 23:45 ]
Betreff des Beitrags: 

Danke für die schöne Zusammenfassung elegolo!
Ich glaube der Grund warum mir das nicht explizit aufgefallen ist, dass ich selber Philosophie im Nebenfach studiere (und ich kann mir sehr gut vorstellen das sogar zum Doppelstudium aufzuwerten) und ich - ganz ehrlich - alle Erklärungen der Begriffe in deinem Beitrag auch so bisher kennengelernt habe und nach Möglichkeit so nutze. Da ich noch nicht lang "dabei" bin, kommts bestimmt mal vor, dass ich nicht genau drauf achte und nicht das passende benutze :)
Bin zur Zeit wegen dem Studium acuh total im Stress, deswegen nehm ich mir selten Zeit hier großartige Reden zu Schwingen, da das Studium meine geistigen Ressourcen regelrecht auffrisst.

Autor:  elegolo [ 03.07.2007, 01:10 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo spyder!

Das Ganze ging auch eher etwas mehr in Richtung Andre23, weniger in die Deine.

Viel Spaß im Studium - hoffentlich gibt's da sowas auch!

Gruß,
elegolo

P.S. Ich weiß eigentlich auch nicht, was ich mit meiner Pingeligkeit will. Liegt vielleicht daran, dass mir selbst die Begriffe nicht so richtig bewusst und geläufig sind, auch weil ich ein irre mieses Gedächtnis hab' und trotzdem eine Sucht nach Klarheit, Genauigkeit.

Autor:  Andre23 [ 03.07.2007, 20:48 ]
Betreff des Beitrags: 

Ok elegolo, ich raffe das mal aufs Wesentliche zusammen:



elegolo hat geschrieben:
Wo treibt Ihr Euch nur wieder rum? Begrifflichkeiten und Befindlichkeiten, Texte ohne Ende. Wie wär's, sich mal auf ein paar Begriffsdefinitionen zu verständigen:

(aus der Wiki:)

Bewusstsein (lat. conscientia „Mitwissen“) bezeichnet die Fähigkeit, über mentale Zustände, also etwa Gedanken, Emotionen, Wahrnehmungen oder Erinnerungen, .....(usw. ).

(...)



Ich würde mir halt wünschen, dass, wenn jemand (so viele) Begriffe gebraucht, er diese doch bitte einmal ganz gründlich erklären möge.
Zum Thema "Multidimensional" im weltanschaulichen Sinne habe ich übrigens in der Wicki nichts gefunden - wäre doch ein guter Platz für einen Definitionsversuch Lachen. Überhaupt könnten auch alternative Weltanschauungen mal ein bißchen Fuß in der Wikipedia fassen, wenn das denn zugelassen wird.


Daraus entnehme ich, dass Du dich gerne mit mir um Begriffe streiten möchtest ? Ein Konsens, einen Status Quo, eine formal korrekte "Begrifflichkeitsbasis" auf der sich kommunizieren lässt ?
Eigentlich geht es aber um Kontrolle um ein Konstrukt aufrecht zu erhalten, dass nur innerhalb
scheinbar kontrollierter u. gesicherter Parameter funktionieren kann.
Nein danke, mir ist die Welt schon genug erklärt worden - quasi seit dem Tag meiner Geburt
und ich habe die letzten 45 Jahre rege daran teilgehabt.


elegolo hat geschrieben:
Was ich damit will? Keine Ahnung - aber ich denke, dass nur die Klarheit von Begrifflichkeiten ein wirkliches Verstehen und eine wahrhaftige Kommunikation ermöglicht.

Du möchtest den Dialog kontrollieren um in der inhaltlichen Auseinandersetzung sauber zwischen Gefühl und Verstand trennen zu können und dich so nicht auf der der Ebene deines unmittelbaren aktuellen Seins einlassen zu müssen.Du nutzt auffällig viele Gelegenheiten um meinen Ansatz indirekt und z.B. durch Sympathiezuweisungen an Aki oder Spyder zu unterwandern. Auf einen Machtkampf bin ich aber nicht aus, kostet zuviel Energie und (Zitat elegolo:) "nährt die Flieger "- sprich ist Manipulation..
Darauf falle ich nicht rein ;)

und

elegolo hat geschrieben:
Das Ganze ging auch eher etwas mehr in Richtung Andre23, weniger in die Deine.


Ja elegolo, das spüre ich auch ganz deutlich. Du aber auch, nicht wahr ? :

elegolo hat geschrieben:
Wenn ich immer erst erahnen muss, was der andere meint, so bilde ich mir aus den Worten meines Kommunikationspartners wieder meine eigene Welt, mein eigenes Wirklichkeitsgefüge und meine Wahrheit, die mit der meines Gegenübers vielleicht nur wenig zu tun hat. Von Verstehen kann man dann kaum sprechen.


Woher weisst du, dass das wirklich so ist ?
Sagt dir das dein inneres Gespräch, deine Lebenserfahrung ?
Ist dir das nicht tagtäglich durch deine Mitmenschen, deine Eltern, deine Lehrer, dein persönliches und gesellschaftliches Umfeld continuierlich vorgebetet worden?
Was fühlst du wenn du darin konfrontiert wirst ? Ärger , Widerstand, Wut, Arroganz ?
Ist deine Absicht wirklich ein besseres (theoretisches) Verständnis zu entwickeln ?
Oder steckt vielmehr dahinter ?:

andre23 hat geschrieben:
Und genau dort liegt auch der Hund begraben: Dominanz und Autorität welche sozusagen die Eckpfeiler eines Netzwerkes konditionierter und unbewusster Aktivität sind, auf deren Grundlage sich weder ein kreativer Dialog noch ein gleichberechtigtes Miteinander von einzelnen Individuen und deren Motivation herstellen lässt, und das "So-Sein" und das "Sein lassen können" konsequent unterwandert wird. Wir bauen uns unsere Gefängnisse selbst , auch wenn wir zu gern das Ettikett "Freiheit" auf jede neu errichtete Zelle kleben die vermeintlich neue Anreize und Sensationen bereithält.


und

andre23 hat geschrieben:
Es muss nichts bewiesen werden, es muss nichts geleistet werden, es muss auch nichts mundgerecht vorgekaut werden. Mir liegt es fern im ideologischen Sinn flammende Überzeugungen zu verbreiten, noch habe ich ein Interesse daran irgendjemanden auf meine Seite zu ziehen. Vieles von dem was ich hier inhaltlich präsentiere ist aus direkter Beobachtung und Reflexion und überwiegend aus einer inneren Haltung der Absichtslosigkeit und innerer Stille entstanden, deren Motivation primär aus einer Herzensangelegenheit resultiert. Dazu gehört immer eine gewisse Leidenschaft als auch die entsprechende Courage notfalls "gegen den Strom" zu schwimmen. Dass Sprache , Syntax und Kognition diesen Prozess oft nur unzureichend reflektieren dafür kann ich leider nichts -insofern ist der Krieg der Ansichten, Begriffe und Meinungen auch immer
ein Krieg des ICH gegen das Selbst, der Fixierung des Intellekts und dessen geistiges u. starres Inventar gegen die Leichtigkeit eines befreiten und unbekümmerten Gemüts welches in kreative und konstruktive Bahnen gelenkt und "befreit vom Gelüst nach Ergebnis" (Crowley) sehr gut und unabhängig vom Diktat des Denkens und der gegenseitigen Manipulation unserer Ziele & Absichten existieren kann.

Und genau das verbirgt sich für mich hinter dem schon fast zu Tode geprügelten Begriff der Freiheit.

-------------------------------------------------------------------------------------

Hier zeigt sich deine Gemütsseite, elegolo, und die steht auch objektiv betrachtet in einem seltsamen Widerspruch zu deiner Neigung mich bzw. das was sich durch mich zum Ausdruck bringt (unbewusst, oder sublim emotional konfrontiert) wiederholt anzugreifen(keine Sorge, ich bin nicht beleidigt oder irgendwie angepisst - im Gegenteil wir dringen doch jetzt mal in die Tiefe vor) :

elegolo hat geschrieben:
Was mir nach einer gewissen "Anlaufzeit" an den Foren gefällt, ist, dass man alle Zeit der Welt hat, die Aussagen der anderen zu verstehen zu versuchen und ebenso alle Zeit der Welt, eine Antwort zu geben, sich einzumischen oder es sein zu lassen.
Klar scheint das Verstehen im persönlichen Gespräch oft leichter, man kann gleich nachfragen usw. aber es wird im Gespräch doch eher eine gefühlte Harmonie oder auch Disharmonie angestrebt und die Worte sind oft nur Träger der emotionalen Absichten.
Diese Forum gefällt mir gut, vielleicht, weil es noch ein kleiner Kreis ist, wahrscheinlich auch, weil mich die Themen interessieren und berühren. Weiter so!


Was strebst du an? Harmonie oder Disharmonie ? Welche emotionalen Absichten bringen sich bei dir zum Ausdruck?

Meine persönliche Motivation und Absicht ist folgende:

andre23 hat geschrieben:
Im Grunde ist dieses Forum für mich auch ein Experiment ,aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen und Kenntnisse auf eher unorthodoxe Art und Weise (im Rahmen eines Internetforums) in Bezug zu meinen Mitmenschen zu treten u. zu kommunizieren..
Ebenso sehe ich mich weder als Animateur oder Vortänzer und schon garnicht als dominierende Autorität


Und nochmal:

andre23 hat geschrieben:
Es muss nichts bewiesen werden, es muss nichts geleistet werden, es muss auch nichts mundgerecht vorgekaut werden. Mir liegt es fern im ideologischen Sinn flammende Überzeugungen zu verbreiten, noch habe ich ein Interesse daran irgendjemanden auf meine Seite zu ziehen. Vieles von dem was ich hier inhaltlich präsentiere ist aus direkter Beobachtung und Reflexion und überwiegend aus einer inneren Haltung der Absichtslosigkeit und innerer Stille entstanden, deren Motivation primär aus einer Herzensangelegenheit resultiert. Dazu gehört immer eine gewisse Leidenschaft als auch die entsprechende Courage notfalls "gegen den Strom" zu schwimmen. Dass Sprache , Syntax und Kognition diesen Prozess oft nur unzureichend reflektieren dafür kann ich leider nichts -insofern ist der Krieg der Ansichten, Begriffe und Meinungen auch immer
ein Krieg des ICH gegen das Selbst, der Fixierung des Intellekts und dessen geistiges u. starres Inventar gegen die Leichtigkeit eines befreiten und unbekümmerten Gemüts welches in kreative und konstruktive Bahnen gelenkt und "befreit vom Gelüst nach Ergebnis" (Crowley) sehr gut und unabhängig vom Diktat des Denkens und der gegenseitigen Manipulation unserer Ziele & Absichten existieren kann.


Das scheint dir aber irgendwie nicht zu passen, elegolo :D :


elegolo hat geschrieben:
Bei all dieser Pirscherei wird mir ganz schön schwindlig, Jungs! Verrückt

Das Problem an diesem Debattierklub hier (und in anderen Forenpfaden zum Thema) scheint mir doch zu sein, dass ein ganz wesentlicher Aspekt der "Lehren des Don Juan" in Hinsicht auf das "Energiesparen" das Anhalten des inneren Dialogs ist, wozu nun aber diese Themen- und Begriffshoppereien hier so gar nicht beitragen. Ihr nährt die Flieger durch den Versuch, das Nagual ins Tonal zu verlagern - vielleicht solltet ihr mal eher so etwas wie abstrakte Gedichte erfinden, mehr so aus dem Bauch heraus Cool
Akis Begriffsgleichungen gehen ja schon in die Richtung, sind mir aber immer noch zu begrifflich assoziativ.
Wie wär's denn mit ein paar Lautungen (eher so meine Richtung):

aaaaaaohm (aus dem Bauch aufsteigend in den Kopf zu summen)

flaierssssss schleiiicht eiiich! (eher was für die Süddeutschen und Schlangenmenschen)

oder

draaaaum draaaaaum draaaaaaum
daahrum daarumm darummmm


Das ist deine Wahrnehmung und aus dieser resultiert natürlich auch deine
intellektuelle wie emotionale Resonanz. Und du bist darin auch nicht ganz aufrichtig sondern verbirgst dahinter einen wunden Punkt der sich in Widerstand, und Ironie manifestiert.Es klingt mehr nach einer (angelesenen) Schutzbehauptung. Warum das ?.... Der "Flieger" wird durch eine Unzahl von Handlungen genährt es kommt lediglich darauf an wie man mit dieser Wahrheit umgeht und inwieweit man sein bewusstes Handeln, also Gefühl und Verstand darauf abstimmt und wieviel Aufmerksamkeit man erlaubt durch das "Schattenbewusstsein" zu absorbieren.In der Wüste zu meditieren um den "Inneren Dialog" anzuhalten ist nur ein Aspekt :).

Womit wir wieder am Anfang wären :


Aki hat geschrieben:
Für mich ist das Forum

eine Möglichkeit der Reflektion
eine Möglichkeit von anderen etwas zu lernen
eine Möglichkeit lose enden zusammen zu bringen und getrenntes zu vereinen (meine Illuminative und meine Subversive Seite)
eine Möglichkeit Leute gleichen Geistes zu finden.


andre23 hat geschrieben:
Mir geht es nämlich nicht darum zu dozieren sondern darum
einfach meine (subjektive) Wahrheit zum Ausdruck zu bringen um damit vielleicht eine Saite in meinem Gegenüber anzuschlagen die dazu inspiriert und ermutigt über diese Wahrheit zu reflektieren um sich dann vorbehaltlos selbst ,sozusagen in Resonanz , zu äussern. Daraus entwickelt sich ein lebendiger Dialog der wiederum selbst das "Abstrakte" beinhaltet und die "Absicht" mit einbringt. Das kreiiert einen gemeinsamen Intend (oder Absicht)(...) ein energetisches Gewebe, das den Zugang zu einem erweiterten Realitäts-oder Wirklichkeitsbegriff ermöglicht


aki hat geschrieben:
Man lässt das Abstrakte, ohne Gegenwähr und ohne verzerren zu wollen, zu und das Abstrakte bringt die Absicht mit


Kommen wir mal zur Wirkung der "Eckpfeiler eines Netzwerkes konditionierter und unbewusster Aktivität" :


spyder hat geschrieben:
Danke für die schöne Zusammenfassung elegolo!
Ich glaube der Grund warum mir das nicht explizit aufgefallen ist, dass ich selber Philosophie im Nebenfach studiere (und ich kann mir sehr gut vorstellen das sogar zum Doppelstudium aufzuwerten) und ich - ganz ehrlich - alle Erklärungen der Begriffe in deinem Beitrag auch so bisher kennengelernt habe und nach Möglichkeit so nutze. Da ich noch nicht lang "dabei" bin, kommts bestimmt mal vor, dass ich nicht genau drauf achte und nicht das passende benutze Smilie
Bin zur Zeit wegen dem Studium acuh total im Stress, deswegen nehm ich mir selten Zeit hier großartige Reden zu Schwingen, da das Studium meine geistigen Ressourcen regelrecht auffrisst.


Spyder, mir gefallen deine Beiträge sehr gut so wie sie sind. Sie verraten einen jungen frischen, freien Geist, hochintelligent, wach und kommen richtig schön aus dem Bauch und hin und wieder direkt von Herzen :).
Es gibt keinen wirklichen Grund dich hier für fehlenden Formalismus zu rechtfertigen, es spielt, ausser du schreibst etwas über deine akademischen Fachgebiete, auch keine Rolle. Ich begrüsse es ausdrücklich wenn Du dich hier einfach deiner Stimmung folgend austobst und niemanden nach dem Mund redest schon garnicht uns alten Säcken :D
In meinem Artikel zum Forum habe ich vor allem auch dich mit deinen Beiträgen und meinem Dankeschön angesprochen.Thx!


Zum Abschluss:


andre23 hat geschrieben:
Wir erzeugen sozusagen billige Plagiate der Wirklichkeit, eine Kunstwelt, die nichts als ein Abziehbild der kosmisch-evolutionären Entwicklung und deren Schöpfung und Geschöpfe ist, anstatt in direktem Kontakt mit uns selbst und der Welt die uns umgibt, einfach zu sein und zu leben quasi das Leben zu leben.

Unser derzeitiger Stand unserer Entwicklung ist für mich eine Übergangszeit in dem wir uns solcher Spielzeuge, Krücken und Schutzschilde bedienen um nicht mit der Wirklichkeit unserer Existenz konfrontiert zu werden, dadurch aber in eine Art existentiellen "Overload" bzw. "Overkill" getrieben werden, der uns letztlich und paradoxerweise (sofern wir es schaffen als Menschheit noch für eine Weile zu überleben)
in Übereinstimmung (Alignment ) mit unserer wirklichen und uns bestimmten u. bestimmenden Natur und Existenz zwingen wird.


Ich gebe freimütig zu, dass ich meiner inneren Wahrheit folgend mich bemühe direkt zu tun und zu leben und , dass ich mit meinen Beiträgen das, was ich als "Overload" bezeichnete, indirekt auch vorantreibe , in dem ich mich konventionellen Betrachtungen und Lebenseinstellungen so gut wie möglich und auf Grundlage meines bescheidenen Handlungsrahmens entziehe.Dass ich auch daneben liegen kann oder mich in das zitierte Netzwerk unbewusster Aktivität ziehen lasse versteht sich von selbst.Das ist die berühmte Lernkurve. ;) Ich bin auch alles andere als perfekt.
Aber eigentlich, auch wenns schwerfällt zu glauben - mache ich garnichts :D LOL.




Gruss,

Andre

Autor:  Spyder [ 05.07.2007, 22:09 ]
Betreff des Beitrags: 

Das hier jetzt noch ein anderer Thread beigemengt wird, gefällt mir nicht (denn dem andern bin ich nicht gefolgt und in diesem scheint ja ein gewisses Vorspiel zu dieser Aussprache hier erfolgt zu haben).
In dem Punkt der Kommunikation stimme ich elegolo zu, je tiefer und genauer man diskutiert desto klarer sollten die benutzten Begriffe schon sein. Dabei geht es weniger um Kontrolle und schon gar nicht um unsinnigen Formalismus bzw Limitierung und Zwang einer "Welt" die wir hier im Forum ja sozusagen "bekämpfen". Ganz im Gegenteil sind klare Begriffe für eine Diskussion dieser Art schon sehr sinnvoll um die benutzten Begriffe nicht zu sinnlosen Worthülsen zu degradieren, so wie es z.B. bei astrologischem Hokuspokus der Fall ist. Um ganz ehrlich zu sein, das war auch einer der Grundmotivationen auf diesen Thread zu antworten - ich sah Tendenzen in Richtung "Worthülsenbildung", also ein pseudowissenschaftliches Potenzial.
Du hast ja sicherlich schon gemerkt, dass ich mit der Begriffswahl solcher Texte wie am Anfang des Threads öfters meine Probleme haben, da sie immer wieder nach "Effekthascherei" riechen. Deswegen hake ich so gern nach um zu schauen was der Autor genau meinte :)
Zu den restlichen Aussagen kann ich leider nichts sagen, der Hintergrund ist mir unbekannt und ich bin zu faul zum Nachlesen :D

Autor:  Andre23 [ 08.07.2007, 10:52 ]
Betreff des Beitrags: 

"Multidimensional" stammt ursprünglich aus dem Parallel Perception Forum und ist sozusagen ein Gedankenspiel aus freier Assoziationen und Reflexion .
Es ist auch der Versuch, mich dem Abstrakten zu nähern. Das Abstrakte im Sinne von verborgenen Aktivitäten, Kräften oder Wirklichkeiten die meinen Handlungen und Absichten zugrunde liegen, sich unter der Oberfläche meines Tuns und der Betrachtung meiner Taten verbergen. Ein Tun, dass sich auf die Betrachtung von Ursache und Wirkung stützt, Handlungs- und Gedankenmuster verfestigt und wiederholt und dadurch meine Wahrnehmung bestimmt. Es gibt aber immer eine im Grunde nicht zu kontollierende Vielzahl von Variablen bei meinem Tun und genausoviele Variablen für die möglichen Auswirkungen meines Tuns . Zum einen den Standpunkt den ich als Tuender einnehme, wie derjenige den ich als Betrachter diese Tuns einnnehme. Alles was ich tue und betrachte geschieht mit einer bestimmten Motivation, einer emotional und mental gefärbten Grundhaltung. Diese Haltung basiert auf Prägung und durch diese Prägung lässt sich eine gewisse Vorhersagbarkeit bzw. Wahrscheinlichkeit antizipieren. Das alles sind aber im Grunde nur äusserliche Attribute denn ich weiss aus meinem eigenen Erleben, dass ich
mir auf einer meist unterdrückten, verleugneten Ebene meines Seins genau über die Verflechtungen bewusst bin, die mein Sein und Tun mit sich bringt. Über die Zwischenräume und Pausen, über dass was ich nicht tue oder wo ich nicht bin, über das was unerhört bleibt egal wieviel ich sage und über das was was in mir resoniert und übertragen wird selbst wenn ich das mit keinem Wort erwähne, mir bewusst Gedanken darüber mache oder vorsätzlich ignoriere.Dennoch schwingt immer eine bestimmte Absicht darin mit. Und das reicht weit über die nonverbale Kommunikation z.B. meiner Körpersprache hinaus.

Es geht also um Vielschichtigkeit. Vielschichtigkeit, die sich als natürliches diffundierendes Seinsprinzip unendlich in alle Richtungen ausdehnt im Allerkleinsten wie im Allergrössten zu finden ist bis ich eine Grösse erreiche die mit meinem Verstand nicht mehr zu erfassen ist und damit zum Abstrakten wird. Es gibt aber keinen wirklichen und auch keinen logischen Grund dafür warum meine Wahrnehmung an den Grenzen der Wahrnehmung meines Verstandes haltmachen sollte denn meine eigene Existenz ist in dieses Seinsprinzip der Vielschichtigkeit eingebettet. Jede einzelne meiner Zellen enthält und verarbeitet Signale, Informationen, Energie, befinden sich in permantem Ent-und Spannungszustand in Pulsation, deren Taktgeber sind z.b. DNA+DNS Moleküle die wiederum aus der atomaren Struktur und deren Substruktur
ihre Energie beziehen usw.usw.
Und all dies findet in mir statt, wie ich auch ein Teil des Ganzen, dieser "kosmischen und lebendigen Maschinerie" bin.
Alles was dahinter liegt kann ich nur noch als multi- bzw.mehrdimensional bezeichnen denn ich glaube , dass es keine wirklichen Grenzen im Sinne von Anfang oder Ende gibt. Für uns fängt nur dort etwas an wo es sich
für unsere Wahrnehmung sichtbar manifestiert und es hört dort auf wo es sich aus dieser Wahrnehmungsebene des für uns Manifesten wieder verabschiedet . Wo wir die Grenzen ziehen hängt ganz von uns selbst ab, wenngleich es sicherlich auch Bereiche des Unbekannten gibt, die für uns
zumindest auf sehr lange Sicht unerkennbar bleiben werden.

Aus dieser Sicht geht es eben auch nicht um eine Aussprache, Klärung oder Zurechtweisung im Dialog mit Dir oder elegolo, Spyder. Aus diesem Hintergrund heraus ist es sogar folgerichtig die verschiedenen Ebenen des Tuns und Seins miteinander zu verbinden, entgegen konservativer Formalismen der Bewertung und Kategorisierung = Parallele Wahrnehmung = "Multidimensional".

Autor:  elegolo [ 10.07.2007, 12:13 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Andre23,

freut mich, dass du so intensiv reagierst. Ich werde mich bemühen, meine Absichten bzw. inneren Beweggründe nicht mehr hinter "Ich weiß nicht" zu verbergen - na mal sehen.


andre23 hat Folgendes geschrieben:
Daraus entnehme ich, dass Du dich gerne mit mir um Begriffe streiten möchtest ? Ein Konsens, einen Status Quo, eine formal korrekte "Begrifflichkeitsbasis" auf der sich kommunizieren lässt ?
Eigentlich geht es aber um Kontrolle um ein Konstrukt aufrecht zu erhalten, das nur innerhalb scheinbar kontrollierter u. gesicherter Parameter funktionieren kann.
Nein danke, mir ist die Welt schon genug erklärt worden - quasi seit dem Tag meiner Geburt und ich habe die letzten 45 Jahre rege daran teilgehabt.

Es geht mir hier doch nicht um irgendeine Form von Unfreiheit, Kontrolle oder Unterdrückung, hier im Forum meine ich. Jeder kann kommen und gehen wie er mag, sich beteiligen oder den Kontakt beenden. Ich möchte nur gerne begreifen, von was die Rede ist und wie soll das auf dieser rein verbal-kommunikativen Ebene anders gehen, als sich über die im Austausch verwendeten Begriffe klar zu werden, wenn man denn einen Austausch möchte, und davon gehe ich aus, oder? Es geht mir nicht um rein formale Begrifflichkeiten, sondern um die Klarheit und Verständlichkeit der Begriffe, und deshalb auch der zugegebenermaßen recht formale Versuch "zur begrifflichen Ordnung zu rufen".
Zu meiner emotionalen Motivation:
Es ärgert mich einfach, wenn ich etwas nicht verstehen kann, und ich werden dann beim Lesen immer ungeduldiger und oberflächlicher und dafür ist mir dann meine Zeit doch zu schade.

andre23 hat Folgendes geschrieben:

Du möchtest den Dialog kontrollieren um in der inhaltlichen Auseinandersetzung sauber zwischen Gefühl und Verstand trennen zu können und dich so nicht auf der der Ebene deines unmittelbaren aktuellen Seins einlassen zu müssen.Du nutzt auffällig viele Gelegenheiten um meinen Ansatz indirekt und z.B. durch Sympathiezuweisungen an Aki oder Spyder zu unterwandern. Auf einen Machtkampf bin ich aber nicht aus, kostet zuviel Energie und (Zitat elegolo:) "nährt die Flieger "- sprich ist Manipulation..
Darauf falle ich nicht rein Winken

Ok, ich gebe zu, ich bin deinen Äußerungen gegenüber sehr kritisch eingestellt - siehe den "Ärger" in meiner obigen Antwort. Einerseits freue ich mich, dass du diese Forum ins Leben gerufen hast und auch aktiv mit Leben erfüllst, andererseits bin ich manchmal einfach enttäuscht über deine wahnsinnig langen Ausführungen, bei denen mir immer wieder der oben genannte Ärger aufsteigt.
So wie du mir die Bündelei unterstellst (na ja, vielleicht ist da ja auch ein wenig ewas dran :wink: - einen "Machtkampf" solltest du dir aber bitte abschminken, du bist und bleibst der unangefochtene Boss dieses Forums! :wink: ) unterstelle ich dir auf der Gefühlsebene, dass du nicht wirklich kommunizieren willst, sondern irgendeine "Glaubensrichtung" verbreiten möchtest. Leider bin ich selbst ein sehr vertrauensseliger Mensch und eben darum äußerst misstrauisch.

andre23 hat Folgendes geschrieben:

Was strebst du an? Harmonie oder Disharmonie ? Welche emotionalen Absichten bringen sich bei dir zum Ausdruck?

Gute Frage - ich frage mich das schon auch immer wieder. Ich denke, ich sollte mal mein persönliches Psychogramm und meine Erwartungen an dieses Forum in meiner Selbstdarstellung formulieren.
Es geht mir definitiv nicht um Harmonie oder Disharmonie, sondern um Klarheit. Ich möchte mich mit Menschen austauschen, die Klarheit, Durchsichtigkeit und Geradlinigkeit ("Makellosigkeit"?) und "die" Wahrheit suchen in dieser Welt voll Täuschung und Selbsttäuschung. Irgendwie hinter die Spiegelwände schauen - aber nicht durch Aufbau zusätzlicher Kulissen dies nur vorzutäuschen. Und hier eben ist mein Knackpunkt - Kulisse oder Ausblick?
Bild
Zur Auflockerung ein kleines Bild von "meiner" Spiegelwelt.

andre23 hat Folgendes geschrieben, was er geschrieben hat:

Es muss nichts bewiesen werden, es muss nichts geleistet werden,
... ... ...
insofern ist der Krieg der Ansichten, Begriffe und Meinungen auch immer ein Krieg des ICH gegen das Selbst, der Fixierung des Intellekts und dessen geistiges u. starres Inventar gegen die Leichtigkeit eines befreiten und unbekümmerten Gemüts welches in kreative und konstruktive Bahnen gelenkt ...

Doch, bitte Leistung! Darf ich das so verstehen:
ICH = Fixierung des Intellekts und dessen geistiges und starres Inventar
SELBST = Leichtigkeit eines befreiten und unbekümmerten Gemüts
?
Hier wird nach meinem Verständnis der Verstand verteufelt und das (kindliche?) Gemüt in den Himmel gehoben, dann aber doch "gelenkt" in die kreativen und konstruktiven Bahnen, die WER festlegt und lenkt? (Der Weltgeist? Der Flyer? Der Andre23?)
Mensch, Andre, ich glaube ja an deine ehrliche Absicht und deine Texte sprechen in Summe auch eine ganz andere Sprache, wie kommt es aber dann zu solchen widersprüchlichen Aussagen? Sollte nicht der Mensch eine Einheit in seiner Vielheit suchen, statt sich auseinander zu dividieren?
Der Verstand ist nun einmal ein adäquates Mittel, um uns in dieser Welt wirksam behaupten zu können, dazu hat er sich entwickelt. Er dient unserem Schutz, und wenn wir ihn voll Schutt laden (oder laden lassen), der dann das Selbst überschüttet, so liegt das gewiss nicht am Verstand als solchem und unsere triebhaften und sonstigen Gefühle sind da auch nicht ganz unbeteiligt.
Dass wir verlernt haben, die Maschine "Denken" als zentrales Element des Verstandes abzuschalten, deutet sicher auf eine überzogene Vormachtstellung des Verstandes hin und es fällt mir auch furchtbar schwer, dieses Ungleichgewicht zu verschieben; trotzdem liebe ich meinen Verstand, weil er mir beim Verstehen dieser Welt behilflich ist.
Ich weiß aus (leider nur kurzzeitiger) Erfahrung, dass es auch andere Formen des Verstehens gibt, eine Art unmittelbares, fast bildhaftes Verstehen von Zusammenhängen, vom Verstand misstrauisch beäugt, im Zeitpunkt des Erscheinens jedoch von einer unerschütterlichen Wahrhaftigkeits-Gewißheit geprägt. Da existiert ein anderes Sein, auf dessen Spuren ich mich heften möchte - jedoch ohne die Sicherheit aufzugeben, die ich nur mit dem Verstand zu erlangen glaube. Vielleicht ist dies ja unmöglich, vielleicht muss man aber nur "das Tonal aufräumen" (Castanedas Meisterzauberer).

andre23 hat Folgendes geschrieben:

Ich gebe freimütig zu, dass ich meiner inneren Wahrheit folgend mich bemühe direkt zu tun und zu leben und , dass ich mit meinen Beiträgen das, was ich als "Overload" bezeichnete, indirekt auch vorantreibe , in dem ich mich konventionellen Betrachtungen und Lebenseinstellungen so gut wie möglich und auf Grundlage meines bescheidenen Handlungsrahmens entziehe.Dass ich auch daneben liegen kann oder mich in das zitierte Netzwerk unbewusster Aktivität ziehen lasse versteht sich von selbst.Das ist die berühmte Lernkurve. Winken Ich bin auch alles andere als perfekt.
Aber eigentlich, auch wenns schwerfällt zu glauben - mache ich garnichts Sehr glücklich LOL.

Das ist es, was mir fehlt - diese innere Wahrheit, die du wohl irgendwie schon erreicht oder berührt hast. Und ich finde es gut, wenn du versuchst, diese hier nach außen zu tragen, auch wenn ein solches elektronisches Medium ein denkbar ungeeignetes Medium dafür zu sein scheint.
Deine Erklärung zum Begriff "Multidimensional" spannt nun erfreulicher Weise den Bogen wieder zurück zum Thema. Ich greife da wieder etwas heraus, um meiner leider schon wieder auftetenden Unzufriedenheit Luft zu verschaffen.

andre23 hat Folgendes geschrieben:

... Es geht also um Vielschichtigkeit. Vielschichtigkeit, die sich als natürliches diffundierendes Seinsprinzip unendlich in alle Richtungen ausdehnt im Allerkleinsten wie im Allergrössten zu finden ist bis ich eine Grösse erreiche die mit meinem Verstand nicht mehr zu erfassen ist und damit zum Abstrakten wird. ...

Wieso ist die "Vielschichtigkeit" ein "natürlich diffundierendes Seinsprinzip"? Die Vielschichtigkeit existiert doch letzlich nur in unserem Verständnis, weil wir einfach unfähig sind, alles als das verwobene Ganze wahrzunehmen, das es vermutlich ist. Wir ziehen die Schichten ein, um beschreiben zu können und damit zu begreifen, zu verstehen und darüber zu kommunizieren. Das Abstrakte ist das Chaos der Wirklichkeit in dem wir irgendein kleines Staubkorn in einem Schaum von Möglichkeiten sind, eingeschlossen in einer Blase reduzierter Wahrnehmung, die Ordnung und Sicherheit vorgaukelt. Und dieses Chaos ist vermutlich tatsächlich vieldimensional - auch im Sinne unseres sich entwickelnden physikalisch-mathematischen Weltverständnisses. Deinen weiteren Ausführungen nach zu schließen, sieht du das ähnlich, was dieses "Seinsprinzip der Vielschichtigkeit" sein soll, bleibt mir aber trotzdem verborgen. Auch was du mit der "Größe" meinst, die der Verstand nicht mehr zu erfassen vermag, ist mir nicht klar - kann nicht auch das Allerkleinste so Komplex sein, dass wir es nicht zu erfassen vermögen?
Ich scheine schon wieder um Worte und Formulierungen zu streiten - ja, die Worte sind mir wichtig, sie sind die Träger der Information und ich gehöre (leider?) nicht zu den Leuten, die gerne zwischen den Zeilen lesen.

andre23 hat Folgendes geschrieben:

Aus dieser Sicht geht es eben auch nicht um eine Aussprache, Klärung oder Zurechtweisung im Dialog mit Dir oder elegolo, Spyder. Aus diesem Hintergrund heraus ist es sogar folgerichtig die verschiedenen Ebenen des Tuns und Seins miteinander zu verbinden, entgegen konservativer Formalismen der Bewertung und Kategorisierung = Parallele Wahrnehmung = "Multidimensional".

Schade, eine Klärung würde ich mir schon wünschen und dass meine Anmerkungen nicht als eine Zurechtweisung aufgefasst werden würden, sondern als ein Ausdruck meines Unbehagens oder auch Ärgers und nicht wegen irgendwelcher Machtspielchen, sondern auf der Suche nach einem stichhaltigen Verständnis, das auf einem glaubhaften und verstehbaren Dialog beruht. Ich habe nun also verstanden, dass deiner Auffassung nach "Parallele Wahrnehmung" die von dir gemeinte "Multidimensionalität" ist und dass diese für die "Verbindung der unterschiedlichen Ebenen des Seins entgegen der konservativen Formalismen der Bewertung und Kategorisierung" steht, dass dabei also das analytische, ordnende, eingrenzende Denken nur stört und den Blick auf das "diffundierende Seinsprinzip der Vielschichtigkeit" versperrt. Ich fürchte, dass du da (zwischen den Zeilen) nicht so ganz Unrecht haben magst. Doch wie öffne ich diese Tür?
Beschreib' doch mal deinen ganz persönlichen Weg in die Multidimenionalität - oder gibt es diese Beschreibung schon irgendwo? Oder lässt sich das einfach nicht beschreiben?

gruß,
elegolo

Autor:  Andre23 [ 10.07.2007, 18:39 ]
Betreff des Beitrags: 

Wow, danke elegolo :)..... und ja :

Im Grunde bin ich mit meinen Ausführungen irgendwo mittendrin gestartet (von wegen Experiment)- wie gesagt, das Abstrakte nicht nur als Gegenstand theoretischer Forschung z.B. mit Hilfe mathematischer Systeme erfassen zu wollen, sondern als lebendiges, erfahrbares und praktikables Wissen ist auch ein ganz schöner Stiefel.
Insofern kann ich gelegentliche Verärgerung, Unverständnis und Skepsis schon nachvollziehen...und stecke darüberhinaus selber in einem Prozess der Ablösung und Neuorientierung in dem zeitweise nichts von dem was ich mal zu wissen glaubte Bestand hat.

Ich könnte natürlich entsprechende Werke z.B. meines Freundes Lujan Matus wie auch von unzähligen Autoren aus den Bereichen Philosophie, Mystik, Schamanismus, Okkultismus,Esoterik und Wissenschaft heranziehen aber ich bin kein Spezialist, will keiner sein und bin an einer Synthese all dieser Richtungen interessiert. Diese Synthese findet aber nicht in einem weiteren Buch oder neuen Lehren bzw. Ideologien oder Systemen statt sondern in uns selbst als lebendiges Wissen, das zumindest ist meine Erfahrung. Und da stehe ich trotz 25 Jahren Erfahrungs -hintergrund plötzlich wieder am Anfang.

Ausserdem sind praktisch alle obengenannten Bereiche stark mit Klischees Vorurteilen und Fixation besetzt, was es fast unmöglich macht vorbehaltlos zum Wesenskern, zur Essenz vorzustossen bzw. in sein Tun einfliessen zu lassen vor allem unter dem Aspekt "Was bedeutet das für mich persönlich für die Entwicklung und Orientierung in meinem täglichen Leben ?"

Diese Voreingenommenheit betrifft nicht nur die Anhänger oder Gegner sondern oft auch die unbewusste Filterung der Autoren selbst.
Deshalb plädiere ich so intensiv dafür die eigene innere Wahrheit zum Ausdruck zu bringen ohne sich ständig durch die Interpretation, Authentizität u. Autorität "heilliger" Schriften rückzuversichern (und damit meine ich nicht nur religiöse oder mystische Texte).

Ich werde mich bemühen die Grundlage meiner Betrachtungen und Ausführungen so gut wie und alsbald möglich zusammen zu fassen.

Übrigens: Das mit der Zurechtweisung war nicht unmittelbar auf dich bezogen sondern genauso auf mich - aber du hast es ja auch nicht als solche aufgenommen, dafür danke ich dir ;).

Die von dir benannten Widersprüche sind aus meinem Verständnis keine. Im Grunde hat es mit dem Wald zu tun, den man vor lauter Bäumen nicht sieht, da hilft auch gründliches Zählen und Kategorisieren jedes einzelnen Baumes nichts, genausowenig wie die Luftbildaufnahmen von Waldgebieten.
Un nur darauf zielt meine Kritik an der"DOMINANZ DES DENKENS" ab, nicht auf die Nutzung des Verstandes schlechthin. Im Gegenzug ist mir die Dominanz emotionalen Agierens genauso suspekt - die Gewichtung ist aber nur scheinbar - egal ob sich jemand kühl rational oder emotional affektiv gebärdet - beide Elemente unseres Seinsempfindens sind auf höchst verwickelte und durch Prägung "entartete" Fixierung taumatisiert und unbewusst wie unauflöslich miteinander verwoben und , ein Widerspruch mehr, als Aspekt und Konstrukt unserer Selbstbetrachtung doch nur scheinbar existent.

Autor:  Andre23 [ 12.07.2007, 18:08 ]
Betreff des Beitrags: 

Zitat:
Beschreib' doch mal deinen ganz persönlichen Weg in die Multidimenionalität - oder gibt es diese Beschreibung schon irgendwo? Oder lässt sich das einfach nicht beschreiben?


Eine gute Frage. Ja, gibt es (auf englisch). In Lujan Matus' Parallel Perception Forum. Meine kleinen Untersektion hier im S23 Forum ist sozusagen ein experimenteller Ableger :) um meine Erfahrung von dort nach hier und ins Deutsche zu übertragen - nicht einfach nur zu kopieren.
Ironischerweise stolpere ich im Dialog mit euch hier über meine eigene Dialektik, denn im Englischen bin ich aufgrund meines begrenzten Wortschatzes bzw. meiner soliden aber eben nicht eingeborenen Verwendung des Englischen gezwungen mich so einfach und direkt wie möglich auszudrücken.Oder um es mit meinen eigenen Beispielen zu versehen: Ich bin in Haltung und Ausdruck auf das Deutsche (im direkten wie bildlichen Sinn)sozusagen syntaktisch fixiert. Ganz davon abgesehen, dass im englischen PP Forum auf der Ebene gemeinsamer Intention (simultaneous enhancement) ein immenses, sich nährendes Potenzial zum Tragen kommt.

Zur Frage des Beschreibung dieser Erfahrung : Es ist tatsächlich so wie in Castanedas Büchern beschrieben, nicht möglich diese Erfahrung auf dem Weg erlernter Kommunikation im Sinne einer Diskussion oder eines Dialogs ÜBER ETWAS zu übermitteln.
Es kann nur erlebt und erfahren werden und insofern kann das Schreiben darüber nur unmittelbares TUN sein bzw. (um es mit Castanedas Begriffen
zu erläutern ) NICHT-TUN sein.

Ich weiss :D das klingt nach Mogelpackung.

(Das wende ich hier auch an.....es fällt bloss nicht auf oder wird eben als Mogelpackung betrachtet :) )

Ein wirkliches tiefergehendes Verständnis hängt von der Durchlässigkeit u. der Unvoreingenommenheit des Betrachters ab - und solange der seine angestammten Bastionen der Betrachtung und Bewertung und ihm (meist unbewusst) vertrauten Handlungsmuster bis aufs Blut verteidigt ohne z.B.den Widerstand selbst und unabhängig von seinem Selbstbild zum Gegenstand der Betrachtung zu machen, kloppt man sich halt um Formalismen ohne zu einer wirklichen Annäherung zu kommen die keiner "Überzeugungsarbeit" oder gar Agitation bedarf. Das z.B. ist der direkte Ausdruck des Fliegers oder des Schattenbewusstseins.

Es geht sehr wohl um Harmonie aber eben nicht als abgewirtschaftetes Hollywoodklischee :).

Wenn ich lüge weiss ich dass ich lüge, ich weiss sogar welche Auswirkungen meine Lüge hat. Halte die die Lüge aufrecht, etabliere ich ein Konstukt der Lüge und irgendwann weiss ich nicht einmal mehr warum ich gelogen und darüber hinaus sogar mein unmittelbares Umfeld
in Lüge verstrickt habe (und umgekehrt). Doch statt Verantwortung zu übernehmen, verleugne ich sogar die ursprüngliche Lüge um das Zerrbild das sich mittlerweile als meine Realität etabliert hat, ja sogar zu einem Netzwerk verlogener u. verborgener Aktivität geworden ist nicht zu konfrontieren.
Dieser Automatismus fängt z.B. in unseren Schulen bei den lieben Kleinen, die nun wirklich nix dafür könnnen an. Was daraus zunehmend werden kann sieht man ja, denn Kinder sind grundsätzlich für empathische Strömungen offen und empfänglich und natürlich auch leicht zu prägen :)-
sie werden also von Kindesbeinen an darauf gedrillt den Widerspruch zwischen innerem Empfinden, innerer Wahheit die sich ganz unmittelbar und kindlich ausdrückt und dem von Erwachsenen etablierten Konstrukt von Lüge, Halbwahrheiten u. kompromissen als "normal" zu empfinden.
Irgendjemand hier der diesen inneren Bruch in unserer Wahrnehmung nicht spürt oder irgendwann drastisch zu spüren bekommen hat?
Ich glaube kaum.....

Die gleiche Energie kann ich auch dafür aufbringen den Kreis an dem Punkt zu durchbrechen wo mein Innerstes geradezu danach schreit endlich diesem unsinnigen Kompromiss, dieser immensen Energieverschwendung zu durchbrechen.
Dazu brauche ich eigentlich nur den Mut mir und meiner Wahrnehmung zu vertrauen und die Entschlossenheit mich ausserhalb sozial geregelter Denk-und Handlungsparameter zu bewegen ohne Ausgrenzung , Verleumdung, Vorurteile oder auch mein eigenes Scheitern/eigene Fehlurteile zu fürchten.
Dazu muss ich natürlich aufrichtig sein :)

Auf moralischer Ebene kann ich nun auf Demonstrationen rennen, gegen Massenmörder, Despoten und Terrorristen protestieren, endlich mit meiner Mutter oder stellvertretend meinem Partner abrechnen, meinem Chef die Meinung geigen oder die Errungenschaften und Behauptungen meines Erzfeindes widerlegen :)

Das ist dann die Projektion meiner eigenen Unzulänglichkeit und Voreingenommenheit die aus einer Lüge enstanden ist auf das erstbeste Feindbild, dass sich mir bietet löst aber den inneren Konflikt nicht auf weil sich auch hier die Wahrheit Lüge zu unterstützen nur maskiert und versteckt.

Es geht also nicht um Moral. Um was dann ?



Warum belügen wir uns selbst und unser Gegenüber ?
Was wäre das NICHT-TUN des Lügens also jener Prozess der die Verflechtung aufhebt und das etablierte Konstrukt der Lüge und Verleugnung annimmt und transzendiert ?

Autor:  elegolo [ 30.07.2007, 02:25 ]
Betreff des Beitrags:  Fragen? Antworten?

Hallo Andre,

irgendwie ist unsere Kommunikation an einem "seltsamen Punkt" gelandet. Nachen wir Spyder überbordend vergrault und ein Zwiegespräch entfacht haben, das von meiner Suche nach irgendeiner Form von (engstirnig-formaler?) Klarheit und deiner alles verbindenden Analyse und Rückführung unserer Verblendung auf die Lügen des Intellekts (oder so was ähnliches) geprägt war, bin ich mir nicht mehr klar, wie es weiter gehen sollte oder könnte.
Du fragst (rethorisch?), warum wir uns belügen -- ich denke, aus Angst vor den Dämonen, an die wir nicht (mehr) glauben und die doch in uns existieren als Angst vor dem Versagen, dem Abgeschoben- oder Ausgeschlossen-Werden, auch dem Unvorhersehbaren, der Unsicherheit, dem Unbekannten, dem Unvertrauten, dem Fremden; wir lügen (und belügen uns selbst), um uns das Leben (nur scheinbar?) einfacher zu machen, um Vorteile zu erlangen, Kämpfe zu gewinnen. Leben wir nicht in einer durch und durch kriegerischen Welt des Fressens und Gefresssen-Werdens, in welcher Harmonie nur wenig Platz hat und Täuschung (=Lüge?) vor allem dem Überleben dient? Versuchen wir nicht, diesem Umstand, den man auch als Wirklichkeit sehen könnte, durch Flucht in eine parallele Welt des Einsseins zu entkommen, die wiederum nur ein Schein oder Wahnvorstellung, mehr oder weniger eine beruhigende Freizeitbeschäftigung ist? Tun deshalb nicht vielmehr die Erwachsenen gut daran, den Kindern das Lügen beizubringen?
Kann es in diesem Leben wirklich ein anderes geben? Ist das deine konkrete Erfahrung? Oder musst du dich aus dieser Welt herausnehmen - wie immer du dann auch überleben magst - um die Vielschichtigkeit der Parallelität zu erleben?
Lebst du dann von der staatlichen Stütze oder als Guru von der Unterstützung deiner Jünger, um überleben zu können oder nährt dich die Energie selbst? Na ja, wenn ich dann bald mal Rentner bin, könnte ich das ja ausnutzen ... :-) ... und mit dem Lügen ganz aufhören ... nur: wie besiege ich meine Angst? :-(.

Wo ist die Wirklichkeit welcher Wahrheit? Vielleicht bin ich einfach heute zu spät dran und krieg das alles nicht mehr gebacken. Oder ich sollte mich in ein Kloster zurückziehen, erst aber mal ins Bett - bis die Tage.

Kannst das einfach ignorieren - kein Problem!

Gruß,
elegolo

P.S. Das NICHT-TUN brennt mir auch auf den Nägeln - heut' aber nimmer ;-)

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