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| Integrität, Pirschen und Rekapitulation https://sektion23.iphpbb3.com/forum/./48010043nx880/parallele-wahrnehmung-parallel-perception-f26/integritaet-pirschen-und-rekapitulation-t216.html |
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| Autor: | Andre23 [ 10.05.2007, 09:17 ] |
| Betreff des Beitrags: | Integrität, Pirschen und Rekapitulation |
Hier noch die Wiedergabe einiger Gespräche zum Thema im Esoterik Forum.at. 1. Ausgehend von der Prämisse, dass unser Bewusstsein ein korrumpiertes ist weil die Inhalte unseres Denkens und Fühlens (primär Angst die zu Abgrenzung, Fragmentierung und Verneinung führt)Teil einer Installation sind die von ausserhalb unserer konditionierten Wahrnehmungsparameter eingebracht wird (durch das Bewusstsein anorganischer Entitäten, die als Flyer oder Schatten bezeichnet werden) ist alles was wir an Verhaltensmustern, an Prägung,an Erlerntem also an jeglichen emotionalen und intellektuellen Inhalten ansammeln, aufrechterhalten und weitergeben nichts weiter als Ballast ("Inventar") der die Kontinuität unseres Weltbilds und unserer Position darin klar definieren, bestätigen und verfestigen soll. Dieser Umstand steht der Entfaltung unseres natürlichen Bewusstseinszustands und unserer Wahrnehmung im Wege der ganz einfach ein Zustand Innerer Stille, Gelöstheit und Freude ist (Das Bewusstsein des heiteren Kindes, welches nur IST). Die Installation von Angst hat das ursprüngliche "einfach-sein" des Kindes durch Manipulation, Authorität, Zwang und Gewalt darauf geprägt, dass das was es wirklich wünscht unerreichbar geworden ist-was immer dies sei. Aus diesem Grund hält sich das Erwachsenenbewusstsein an jeglichem Konstrukt fest, dass ihm die nötige Identifikationsfläche bietet und die Kontinuität seines Lebens und seines Weltbildes bestätigt und nicht angreift- alles andere wird als unbrauchbare Option sofort ausgeklammert inkl. derjenigen die diese Identifikation angreifen ("Das sind doch Spinner", "blöde Menschen, die haben nichts verstanden", "die wollen nicht lieb sein", "das ist wissenschaftlich unhaltbar", "du solltest dich mal eingehender informieren bevor du solchen Quatsch loslässt", "jeder sollte Jesus lieben", "mein Meister ist ein ganz toller Mensch und du hast keine Ahnung", "Das Leben ist wie eine Hühnerleiter", "ich habe bestimmt meinen Montagepunkt verschoben", "mein Totem hat mir gesagt" "Ich will dies NICHT", Ich will das NICHT"usw usw es gibt bestimmt Millionen von Beispielsätzen. Nun überlege und spüre (in aller Aufrichtigkeit) jeder für sich selbst einmal nach wo er/sie überall in Ihrem Leben Grenzen zieht um sich gegen vermeintliche Angriffe zu verteidigen- vom allerbanalsten Vorkommnis bis hin zum grundsätzlichen in-Frage-stellen der eigenen Persönlichkeit- letztlich fliesst in den meisten Fällen die Energie wieder zurück in die Stützung und Verfestigung der erlernten Inhalte und die oft begrüssten grossen Veränderungen sind meist nicht mehr als eine weitere Sensation die den Jahrmarkt der Eitelkeiten weiterhin in Schwung halten. Deswegen ist eine vorbehaltlose Überprüfung all dessen was wir zu wissen und zu tun glauben (und ich meine wirklich alles und auf allerpersönlichster Ebene) so wichtig und alles was wir innerhalb dieser Bestandsaufnahme(sei es durch innere Umkehr und/oder durch aüssere Konfrontation) so vehement verteidigen genau jenes Element, dass uns auf unseren angestammten Platz zurückscheuchen will. Die Folge ist ein weiteres Beharren auf Standpunkten, Abgrenzung, Respektlosigkeit, Fragmentierung (das ist bin nicht Ich, dass ist ein Teil von mir der blablah..). , Dominanz und Unterordnung - alles Dinge die einen echten Dialog, Austausch und individuelles wie gemeinsames Wachstum als Quelle unseres wirklichen Selbst von vornherein ausklammern. Und deswegen ist es "interessant" wenn Menschen im Dialog anfangen sich und ihre Sicht auf die Welt vehement zu verteidigen egal ob in der Maske der Allwissenheit, der Überheblichkeit, der Verletzlichkeit , der nüchternen Ratio, oder der Leidenschaft. Denn nicht was ich loslasse macht mir Angst sondern das was ich womöglich dadurch gewinne. Ich spreche auch nicht von einer Rückkehr zu einer idealisierten, archaischen Jäger- und Sammler Gemeinschaft oder von einem esoterischen Utopia, sondern von der Re- Integration des Bewusstseins d. Inneren heiteren Kindes in die charakterliche Stagnation des sogenannten erwachsenen/gereiften Bewusstseins. Andre 2. annara hat geschrieben: hallo lucia freut mich...das zu hören mir ist schon klar daß es um die persönliche kraft eines schamanen geht... aber ich finde es schade wenn in unserer zivilisierten welt sich menschen der natur der geistigen welt zu öffnen beginnen das schlagwort schamanismus entdecken und sich gleich wieder abschrecken lassen wegen heftiger initiationen etc ich bin froh über jede/n einzelnen die/der intuitiv-instinktiv wege der wahrheit und des wissens sucht und alternativen in der heutigen zeit klar bin ich gegen ein wochenend-seminar es gehört ein all-umfassendes wissen und lebenslängliche weiterentwicklung dazu und ganz richtig formuliert kein "normaler" mensch würde freiwillig schamane werden Hey annara, thx für die guten Wünsche, gleichfalls Auch hier stimme ich Dir zu - die traditionell-rituelle schamanistische Praxis mit Hilfe von Trancezuständen und Initiationsritualen (die es sowohl in der okkult-abendländischen Praxis gibt auch in therapeutischen Prozessen verwendet werden) ist für mich eher die Holzhammermethode, zwecks Aufbrechens konditionierter Wahrnehmungsinhalte, die aber in einem gesicherten ethnologischem Kontext steht, d.h. der Teilnehmer ist mit der Welt die er dort betritt kulturell vertraut. Für uns Wochenend-Seminar Junkies erscheint das gleichwohl faszinierend und für einen gewissen Zeitraum mag das Erlebte durchaus fortwirken und vorhandene Prägungen aufbrechen - in vielen Fällen bleibt aber, so meine Erfahrung, die Projektion bestehen "was für tolle Sachen diese tollen Menschen da gemacht haben" - man geht nach Hause und staunt ist, für eine Weile, erfüllt und erlöst bis "dasselbe alte Ding" wieder die Vorherrschaft übernimmt weil die Frage nach der Grundlage für die "sogenannten Zeichen der Kraft" nicht gestellt wird und eine ominöse Kraft oder Macht von aussen impliziert wird, die man nur unter ganz speziellen, hermetischen und oft elitär oder abgehobenen erscheinenden Seinsbedingungen erreichen kann - das ist , salopp ausgedrückt Bullshit . Ein Schamane der fähig ist sich mit einer Machete zu malträtieren ohne Verletzungen davonzutragen oder sich über glühende Kohlen oder Schwertklingen zu bewegen ohne die Miene zu verziehen beweist vor allem eines : Er ist fähig kraft seines Bewusstseins die gegebenen Wahrnehmungs- und Seinsbedingungen abzuschalten weil er die Übereinkunft Kohlen=Heiss, Schmerzen, Verbrennung, Tod oder Klinge = verletzend, schmerzhaft, tödlich als Prämisse nicht akzeptiert bzw. "verlernt" hat- es ist sein eigenes Bewusstsein, dass ihm diese Interpretation ermöglicht auch wenn er daran glaubt Gott, Kali, oder irgendein Naturgeist hätte ihm das ermöglicht. Darin liegt zugleich auch das fatale denn das Schattenbewusstsein gesteht solche kleinen Gaukeleien zwecks spiritueller Befriedigung zu, klammert aber sofort aus, dass dieser Vorgang ein universeller ist der buchstäblich auf alles anwendbar wäre - würde der Mensch sich nicht so verzweifelt an die ihm eingeprägten Werte und Seinsbedingungen klammern.Insofern gibt es eigentlich nichts zu erlernen sondern eher zu verlernen bzw. das sich-erlauben sich zu erinnern wer wir als energetische Wesen wirklich sind. Verzeiht wenn ich euch immer wieder damit zutexte aber mein vielleicht simpel &banal wirkender Ansatz enthält tatsächlich so etwas wie einen verborgenen Kern der einzig und allein darauf fusst auf welcher Seite der Wahrnehmung man sich gerade befindet und das "Manifestationen der Kraft" uns in unserem Alltag ständig umgeben - sogar der stinkende Dönerimbiss nebenan ist eine solche, wenngleich unbeseelte LOL - und nicht nur im Rahmen von Seminar und Initiation und spiritueller Suche(was natürlich auch hilfreich sein kann). Letztlich enscheidet die Bereitschaft zu Integrität und Beharrlichkeit wie weit man auf diesem Pfad voranschreitet, wie annara bereits anmerkte. Andre 3. Von Antidisch(Stefan): Hi so kann man das Ziel beschreiben, sich mit CC konstruktiv auseinanderzusetzen: andre23 hat geschrieben: Das unreflektierte Übernehmen des Castanedaschen Universums führt letztlich nur zur Etablierung eines weiteren Konstrukts das Wiederum eine Beschreibung der Beschreibung der Beschreibung der Beschreibung usw. ist - doch eigentlich geht es ja darum Energie wie sie im Universum fliesst direkt wahrzunehmen. Das Ziel ist die Steigerung der eigenen Kapazität (bzw. Vermögen) Energie wahrzunehmen. Einfachstes Beispiel wäre die leuchtende Aura des Menschen. Aber es ist ein ganzes Feld, dass sich einem Menschen dadurch öffnen kann. Das was da Zauberei dran ist, ist ein Wahrnehmungszauber. Die Menschen sind eingefahren, festgefahren, und deswegen ist es so schwer etwas zu verändern, allgemein. Und wir nehmen die Energie die allem zugrundeliegt (oder wie man es auch beschreiben mag) schlussendlich als Interpretation wahr. Es ist eine Tasse, die ich sehe. Aber in einer anderen Form der Wahrnehmung verschwinden nicht nur die Formen, sondern letztlich auch die sozialen Kontexte, ist alles anders. Ich würd das gerne so beschreiben, dass wir in eine andere Ebene, Zwischenreich dieser uns vertrauten Welt hineintasten. - Ansonsten hält man sich mit Verstandesassoziationen der Tasse auf und überlegt, was denn dann anders sein sollte, wenn ich die Wahrnehmung ändere. Man kann das lockern und es kann das eine oder andere geschehen, was einen handfeste Überprüfung möglich macht, womit man es in dieser Welt (nicht etwa womit man es mit CC) zu tun hat. Das wichtigste ist ein feines Unterscheidungsvermögen (wacher Verstand). 4. Harser hat geschrieben: Mehrere Ziele.
Es übt das vorurtreilslose Schauen. Es fördert die Distanzierung von dem, was einen fesselt. Es ermöglicht das Verständnis der vergangenen Fehler, das ermöglich das Bessermachen. Es ermöglicht das Erkennen des eigentlichen Lebensplanes, und das konsequentere Umsetzen in der Zukunft. Es legt die Grundlage für das Sehen der Kraft. Rekapitulation ist das wertvollste, was ich aus der Beschäftigung mit Castaneda entnommen habe, und fand es später auch in anderen Richtungen wieder, z.B. Rudolf Steiner. ...oder dem Buddhismus (die Rekapitulation der Tagesereignisse vor dem Zubettgehen) Andre23 : Ich favorisiere die Form des "assoziativen" Rekapitulierens. Pirschen bedeutet für mich in allererster Linie, wachsam und integer mit meiner Umwelt und meinen Mitmenschen umzugehen d.h. respektvoll und unvoreingenommen wahrzunehmen was mir in jedem Moment begegnet und genauso darauf zu reagieren. Was begegnet mir in jedem Moment ? Wie begegne ich dem Erlebten ? Jede Begegnung, jede Handlung oder Geste, jedes Ereignis ,so alltäglich und banal es auch sei, erzeugt in mir eine energetische Resonanz, die sich wiederum in mir in Assoziationen, Bildern, Gefühlen, Überlegungen,Handlungen zum Ausdruck bringt. Eine solche Resonanz kann mich u.a. in ein Ereignis aus meiner Vergangenheit gleich welcher Art zurücktransportieren und wird zum Ausgangspunkt der Rekapitulation- und das kann auch mitten in der Innenstadt passieren. Ich denke jeder hat ähnliches schon mal erlebt. Ich selbst habe während eines nächtlichen Spazierganges vor einem Haus haltgemacht in dem ich mal wohnte und mich in einen gegenüberliegenden Eingang gestellt um die Ereignisse jener Zeit zu "rekapitulieren" . Es kommt meines Erachtens nicht so sehr auf die aüssere Disziplin & Form an sondern auf die Haltung die ich einnehme. Der Trick der Rekapitulation (wie auch des Pirschens) ist an sich, jedes Ereignis (Erinnerung) integer und vorbehaltlos zu betrachten (so schmerzhaft oder ängstigend es auch sei), also darin beobachtend zu sein anstatt sich erneut mit dem Erlebten zu identifizieren. Ich halte es zudem für essentiell sich spielerisch darin zu üben, zu visualisieren, in das Bild einzutauchen, die Gefühle und Eindrücke zu erkunden und in einen heilenden Dialog mit den Beteiligten in jener Erinnerung zu treten um dem Inneren Kind die Möglichkeit zu geben sich zu entfalten. Das bewirkt mehr als jede formale Kategorisierung und Disziplin und klärt die Fixierung auf die emotionale Prägung die in jenem Moment stattgefunden hat. Den Weg dorthin weist eine natürliche Atmung. Was also begegnet mir in jedem Moment? Wie begegne ich dem Erlebten ? Tatsächlich ist auch die Rekapitulation eine Form des Pirschens oder besser gesagt, das Pirschen schliesst auch die Fähigkeit zur Rekapitulation mit ein. Mit zunehmender Erfahrung wächst die Klarheit der visualisierten Ereignisse (wie auch der assoziierten Bilder während man pirscht) was bedeutet, dass man Kontakt zur energetischen Substruktur des Bewusstseins herstellt. Mit anderen Worten: Man träumt ....(Hoffnung für alle Tagträumer ! ) Natürlich steht es jedem frei gezielt/strukturiert zu rekapitulieren.Letztlich spielt auch die charakterliche Veranlagung hinsichtlich Disziplin(o. Rigidität) eine entscheidende Rolle. Es gibt kein "falsch oder richtig" und auch kein "besser oder schlechter". Allerdings würde ich vermeiden mich übermässig zu fixieren um beweglich zu bleiben. http://p104.ezboard.com/fparallelpercep ... D=24.topic Gruss Andre |
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| Autor: | Anzeige [ 10.05.2007, 09:17 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
| Autor: | aki [ 10.05.2007, 10:48 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Zitat: das schlagwort schamanismus entdecken und sich gleich wieder abschrecken lassen Stimmt. Wenn man die Mehrheit der Menschen erreichen will sollte man über das Vokabular einer nachmittags Soap-Opera nicht hinausgehen. Zitat: Ein Schamane der fähig ist sich mit einer Machete zu malträtieren ohne Verletzungen davonzutragen oder sich über glühende Kohlen oder Schwertklingen zu bewegen ohne die Miene zu verziehen beweist vor allem eines : Er ist fähig kraft seines Bewusstseins die gegebenen Wahrnehmungs- und Seinsbedingungen abzuschalten weil er die Übereinkunft Kohlen=Heiss, Schmerzen, Verbrennung, Tod oder Klinge = verletzend, schmerzhaft, tödlich
als Prämisse nicht akzeptiert bzw. "verlernt" hat- es ist sein eigenes Bewusstsein, dass ihm diese Interpretation ermöglicht auch wenn er daran glaubt Gott, Kali, oder irgendein Naturgeist hätte ihm das ermöglicht. Wie ein Konument der Glaubt die Beschneidung seiner Rechte und Freiheiten könne ihnen nicht weh tun weil er an Niki, Kopfschmerztabletten, und Fernsehn glaubt. Es scheint immer nur die Frage zu sein was man wirklich will. |
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