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Castaneda und Energie Speichern?

Verfasst: 07.04.2007, 17:09
von aki
Das Energie Speichern aus den Casaneda Büchern hab ich irgendwie nicht verstanden.

Dachte es geht mehr darum sich der Kraft (dem Leben) anheim zu stellen. Also für Leben durchlässig zu sein.

Ist das ein Glaube an Energie-Engpässe?
Sowas wie ne Energiesparkasse?
Oder die Energie zu etwas gebrauchen was das Leben gar nicht will?

Verfasst: 07.04.2007, 17:09
von Anzeige

Re: Castaneda und Energie Speichern?

Verfasst: 08.04.2007, 06:22
von Andre23
akiiii hat geschrieben:Das Energie Speichern aus den Casaneda Büchern hab ich irgendwie nicht verstanden.


Nicht wichtig. Castaneda hat seine Wahrnehmungen genauso ,wie jeder von uns, durch den Filter seiner charakterlichen Struktur interpretiert. Seine eher kühle (akademisch geprägte)Terminologie in Verbindung mit jenen phantastischen "Erzählungen der Kraft" wirkt dabei mehr wie ein Köder um den eigentlichen Kern der Lehre wie sie ihm von Juan Matus vermittelt wurde sozusagen an der Ratio vorbeizuschleusen.An diesen Begriffen wie "Energie sparen" , "Persönliche Kraft" etc. pipapo festzuhalten ist z.B. schon Energieverschwendung :).

akiiii hat geschrieben:Dachte es geht mehr darum sich der Kraft (dem Leben) anheim zu stellen. Also für Leben durchlässig zu sein.


Dann bist du z.B. während Deines Spanien-Urlaubs in der glücklichen Lage gewesen dich dem Leben anheim zu stellen um durchlässig zu sein. Ich sage nur : Klimmzüge :). Das Dumme an gesteigerter Vitalität und Wahrnehmung ist, dass das Denken (der kleinkarierte Geschichtenerzähler der Ratio) sofort einen Komplex aus Angst , Schuld und Verlust generiert der aus unserer familiären und gesamtgesellschaftlichen Prägung stammt und diesen Zustand als nutzbare Option ausklammert um sich sofort wieder auf die "gesicherten Bereiche des Lebens", die an sich nur Fassade sind, zurückzuziehen, so dämlich die auch sein mögen..(siehe auch "Fürchte nichts, sei frei").Ähnliches haben wir ja auch auf bzw. nach Haralds therapeutischen Seminaren erlebt.

akiiii hat geschrieben:Ist das ein Glaube an Energie-Engpässe?
Sowas wie ne Energiesparkasse?
Oder die Energie zu etwas gebrauchen was das Leben gar nicht will?


a.Unsere ganze materialistisch ausgerichtete Wahrnehmung ist ein einziger Energie-Engpass. Anscheinend sind wir erst dann zufrieden wenn es uns gelungen ist das Kamel durchs Nadelöhr zu schieben.
Dass wir mit dem gleichen Energieaufwand selbst mühelos durch das Nadelöhr schlüpfen könnten will niemand hören. Statt dessen kommt dann "ja aber" oder "aber Ich" .Ich find das lustig und ziemlich absurd :D.

b. Energiesparkasse ?? ???? *kratz ?(Lass mich mal kurz drüber nachsinnen..)

c. Ja genau. Das Übernehmen eines kognitiven Systems das nie in Frage gestellt wird, Regeln ,Verhaltensnormen- und muster, Ideologien, Semantik, Syntax,Konzepte,Strukturen und deren rigide unbedingte Verteidigung. Unterminierung Andersdenkender, üble Nachrede, Lächerlich machen von, hinter dem Rücken anderer reden, Klatsch und Tratsch (>>>Boulevard ist im Trend wie nie), Essen, Trinken, Ficken ohne Bewusstsein, mangelnde Integrität in Ausdruck und Darstellung der eigenen inneren Wahrheit, Verleugnung dieser Wahrheit,Vermeidung von Konfrontation durch innere Wahrheit, Vermeidung von Gefühlen, Dominanz und Unterordnung, Obsessionen, Selbstbetrug und Betrug an Freunden bzw. geliebten Menschen, Zweifel, Selbstmitleid , Angst, Lüge, Neid, Vaterfiguren, Mutterfiguren, Helden, Gottesbilder, Führer, Meister und solche die sich dafür halten,Hass,Depression,Vorurteile, Voreingenommenheit, Spekulation, Mutmassung, Fixierung auf Krankheit, Gewalt und Tod, selektieren,verifizieren, rationalisieren, kategorisieren bis der Arzt kommt *ächz..endlose Liste.

Wie kann das Leben so etwas wollen ? Allein die Tatsache darüber nachzudenken warum das Leben so etwas wollen könnte bzw. die absurde Beweisführung anzutreten warum es nicht anders SEIN DARF, sprengt den Dispositionsrahmen des Energiesparkontos bei Deiner Energiesparkasse.

Wird aber allgemein z.B. als "Philosophie" , "Psychologie" ,"Sozialwissenschaft" oder "Politik" u.v.a. an Universitäten gelehrt. Ungemein wichtig !

Wow, was für eine Energieverschwendung :D, genauso wie sich darüber aufzuregen oder es moralisch zu bewerten, denn die Energie um die es geht stammt aus dem Reich des Abstrakten, dem Gewebe einer für uns nur gefühlmässig wahrnehmbaren energetischen Substruktur die mit dem Verstand nicht zu erfassen ist und auch niemals sein wird- wie das Phänomen der Liebe, der Kreativität, der Intuition und des Träumens.
Und das "Interface" die Schnittstelle die es erfahrbar macht , ins Leben ruft ist unser Herz - ganz konkret als Organ bzw. Motor sowohl unseres physischen als auch des Energiekörpers. So wie auch dieser Planet als Ganzes eine Art Interface für den Schöpfungsimpuls eines lebendigen, mehrdimensionalen Universums ist - so zumindest nehme ich es wahr.
Seltsam wie viele Herzkrankheiten es heutzutage gibt oder Jochen?
Herzattacken, Herzanfälle, Herzinfarkte, Herzkranzgefässverengung, Herzangst, Herzrythmusstörungen etc etc.......

Reinen Herzens zu sein bedeutet also Energie zu sparen= Persönliche Kraft ansammeln.

Ich persönlich bemühe mich das einfach zu leben so gut ich eben kann, Rück-und Fehlschläge sowie Irrtümer eingeschlossen. die Lern-bzw. Verlernkurve gehört halt dazu.Das alles andere eigentlich unwichtig ist vergesse ich natürlich zeitweise ....aber immer seltener. :) ;)

Verfasst: 08.04.2007, 10:49
von aki
Hast gleich soviel geschrieben das mir schwindlig wird.

ein Köder um den eigentlichen Kern der Lehre wie sie ihm von Juan Matus vermittelt wurde sozusagen an der Ratio vorbeizuschleusen


Das kann ich nachvollziehen.

ist z.B. schon Energieverschwendung


Da ist wieder die Sparkasse?

einen Komplex aus Angst , Schuld und Verlust generiert der aus unserer familiären und gesamtgesellschaftlichen Prägung stammt


Ja, auch, aber nicht nur. Angst und Schuld sind Zeichen das einem noch irgendetwas fehlt. Oder besser gesagt das die Aufmerksamkeit etwas ausklammert oder sich von etwas abwendet. Angst und Schuld sind diesbezüglich nützliche Zeichen für Mangel. Glaube an Mangel bedarf der Heilung. Alles ist voll bis zum Rand. Der Glaube daran entsteht jedoch nicht in dem man den Mangel einfach ignoriert, oder?

"Fürchte nichts, sei frei"

Das klingt für mich ein bisschen nach dem 2. Schritt. Davor fehlt der "Ersatz" für die Angst und Schuld. Deren Stellen sollte nicht "leer" bleiben, oder?

die Schnittstelle die es erfahrbar macht , ins Leben ruft ist unser Herz


Das wird immer so beiläufig erwähnt. Aber wie sieht die Schule dafür aus?

Verfasst: 15.04.2007, 23:01
von Andre23
Zitat Andre23:
einen Komplex aus Angst , Schuld und Verlust generiert der aus unserer familiären und gesamtgesellschaftlichen Prägung stammt

Akiii schreibt:
Ja, auch, aber nicht nur. Angst und Schuld sind Zeichen das einem noch irgendetwas fehlt. Oder besser gesagt das die Aufmerksamkeit etwas ausklammert oder sich von etwas abwendet. Angst und Schuld sind diesbezüglich nützliche Zeichen für Mangel. Glaube an Mangel bedarf der Heilung. Alles ist voll bis zum Rand. Der Glaube daran entsteht jedoch nicht in dem man den Mangel einfach ignoriert, oder?


Es gibt natürlich immer mehrere Möglichkeiten, wie man den Zustand der Angst und Furcht betrachten und bestimmen kann:

Aus unserer evolutionären Entwicklung heraus betrachtet ist Angst sicher ein sinnvolles Instrument, das uns u. Umständen davor bewahrt, Schaden zu nehmen, indem wir auf eine konkrete Gefahrensituation, anstatt sie durch unseren Intellekt zu interpretieren u. zu bewerten, instinktiv reagieren, wobei in jenem Moment das Abstrakte in uns durch unsere Intuition die Führung übernimmt, um auf die effektivste und bestmögliche Art und Weise zu überleben. Wer in einem solchen Moment über Sinn und Unsinn der Erfahrung nachsinnt oder in Panik gerät also nicht auf seine Intuition hört, um sich sozusagen seinem Instinkt zu überlassen, darf sich nicht wundern, wenn er das mit seinem Leben bezahlt - gerade in unserer Gesellschaft gibt es bestimmt viele Beispiele für eine solche dysfunktionale Fehleinschätzung.
Diese Form der Angst ist eine Art Sicherung und entsteht aus einem direkt aus dem Moment entspringenden Gefühl, ist also zutiefst gegenwärtig, d.h., man IST mit dem Sein in Gegenwart.

Dem kann eine akute Bedrohung zugrunde liegen, aber auch die bewusste oder unbewusste Antizipation einer noch kommenden Bedrohung.

So hat es mit Sicherheit am 11.9.2001 Menschen gegeben, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht zur Arbeit ins WTC gegangen sind - Gründe, die sie, wenn überhaupt , mit einem unbestimmten Gefühl einer Unlust oder auch mit einem persönlichen Ereignis in Verbindung bringen können, welches sich ausgerechnet an jenem Tag "inszenierte".
Ähnliches ist auch schon in Verbindung mit anderen Unfällen und Katastrophen geschehen.

Alle anderen, die aus Angst vor dem Chef, zu befürchtenden Repressalien, Termindruck, "Pflichtbewusstsein" etc. hingegangen sind ......nun ja....;). Das soll nur ein einfaches Beispiel sein, ohne dass ich damit pauschalisieren will.

Damit sind wir beim Komplex Angst und Furcht als Emotion bzw. emotionale Prägung angelangt. Jedes "traumatische" Erlebnis, welches mit Kontrolle, Missbrauch bzw. Manipulation durch Autorität in Zusammenhang steht (was von direkter physischer Gewalt bis zur psychischen Manipulation besonders in der Kindheit reichen kann, wobei die blosse Missachtung der kindlichen Bedürfnisse durch Unwissenheit, Ignoranz und fehlendem Verständnis schon ausreicht ), kreiert eine emotionale Prägung, die sozusagen im Moment ihrer Entstehung eingefroren bzw. "eingelagert" wird. Dies erzeugt eine Resonanz, die das gesamte Verhalten des Heranwachsenden bestimmt und steuert. Das bedeutet, dass ein so geprägter Mensch in Grunde genommen in der Vergangenheit lebt bzw. zulässt, daß sein gegenwärtiges Handeln immer durch die Resonanz jener Prägung bestimmt wird. Eine Prägung, die sowohl mit seiner aktuellen Gegenwart wie auch mit seiner Fähigkeit zu Gegenwärtigkeit nichts zu tun hat und sein Inneres Wesen, sein (freies) Inneres Kind von der ihm ureigensten Fähigkeit abschneidet, intuitiv, also direkt und unmittelbar zu fühlen u. zu handeln.D.H. er ist unfähig sich ohne die kontrollierenden Faktoren von Angst, Zweifel,Reue, Wut, Kontrolle, Dominanz, Unterordnung, Kalkül, Vermeidung und Verneinung usw. zum Ausdruck zu bringen.
In einem natürlichen Seinszustand würde unsere Ratio eine untergeordnete Rolle spielen und nur in ihrer Funktion als Werkzeug zum Ausdruck bingen, Sinneseindrücke zu selektieren, um zum Beispiel Ressourcen optimal zu nutzen.
Tatsächlich dominiert unsere rationale Seite aber unser Sein.Warum ist das so ? Und warum wehrt sich unsere Ratio so beharrlich dagegen, Standpunkte , Wahrnehmungen und Wahrheiten zuzulassen, die partout nicht in die steifen Konstrukte , Konzeptionen und Interpretationen unserer vehementen "Rationalisierungswut" passen ? Wahrheiten die uns auf emotionaler Ebene konfrontieren und uns zwingen uns in Rationalität, Rigidität, Arroganz oder Rechtfertigung zu flüchten. Warum bedrängen wir uns in unseren Absichten, unseren kulturellen, gesellschaftlichen und moralischen Grundsätzen u. Reglementierungen derartig und tragen dadurch jene Prägungsresonanz von Generation zu Generation weiter? Von Vater zu Sohn, von Mutter zu Tochter ?

Aus Sicht der Toltekischen Schamanen hat das einen ganz simplen und eigentlich naheliegenden Grund : Die Dominanz unseres rationalen, materiellen Ichs (= die Fixierung auf ICH) in Verbindung mit jener resonierenden, traumatischen Prägung, die im Grunde nichts als eine Verwundung und damit eine emotionale Labilität ist, etabliert eine emotionale wie energetische Fixierung, die eine Spannung, eine Reibung erzeugt.Diese Spannung bewirkt, dass wir unsere Lebensenergie verausgaben in dem wir Spaltung kreieren und auf unser quasi selbsterschaffenes Gefängnis, dieses Lebendige Konstrukt, das aus Leid, Gewalt, Mangel, sog. Sachzwängen usw. zusammengesetzt ist u. dass wir "Realität" nennen, weiterhin fixiert bleiben: Eine Fixierung die sich durch sich selbst erneuernde und selbst bestätigende, sich ständig wiederholende Handlungsschleifen und Denkmuster aufrecht erhält - eine Übereinkunft, der wir uns seit Generationen bedenkenlos anschliessen.
Wer würde schon ernsthaft, im wörtlichen Sinne, glauben wollen, dass wir tatsächlich die Schöpfer unserer Welt sind und eine revolutionäre Änderung allein daduch herbeiführen könnten, indem wir einfach "den Schalter umlegen" und aufhören, an dieses Lebendige Konstrukt zu glauben, selbst wenn unsere Ratio uns tausendmal einredet, dass dies keine ernsthafte Option sein kann ? Und doch ist es so - wir befinden uns bereits in einer weiteren Epoche des Aberglaubens, die im Gewande der Nüchternheit und Aufgeklärtheit daherkommt.
Das wäre an sich nichts Neues, wenn man davon ausgeht, dass ausschliesslich wir selbst es sind, die diesen Zustand der Barbarei, Entfremdung, Unterdrückung , Ausbeutung, durch Gewaltherrschaft, Verleumdung, Intrigen und Lügen, Mord u. Totschlag etc. über Jahrtausende herbeigeführt haben, aber auch das ist eine Lüge.

Es kommt noch ein externes Element hinzu, nämlich jenes Fremdbewusstsein, der sogenannte Schatten oder Flieger.
Ausgehend von der Prämisse, dass wir in einem multidimensionalen Universum leben, dem, wenn überhaupt ,eine Art Energie-Matrix zugrundeliegt sind wir durch unsere Fixierung auf einen winzigen Teil der Wirklichkeit begrenzt.Ein Fragment dass wir ausgezirkelt haben und als (ausschliessliche) Realität bezeichnen.Wenn wir uns also von der ganzheitlichen Wahrnehmung dieses Universums und unseres Seins darin abgeschnitten haben, ist es für mich naheliegend , dass dieser Kosmos und unser Planet auf multidimensionaler Ebene von Entitäten bewohnt und bereist wird, die z.B. Carlos Castaneda als Anorganische Wesen beschrieben hat. Und mir erscheint es ebenso naheliegend, das Phänomene wie das (Luzide o. Klar-) Träumen, ausserkörperliche Erfahrungen, Nah-Tod Berichte, Astralreisen, PSI usw. nichts weiter sind, als unsere Fähigkeit der Kommunikation und der Fortbewegung ausserhalb unserer fixierten Vorstellung von dem was wir als Existenz bezeichnen und das durch unser gegenständliches Sein gefiltert und interpretiert wird nur um durch Rationalisierung gleich wieder in das Reich der Mythen und Märchen abgeschoben werden zu können.
In der Toltekischen Vorstellungswelt sind die sogenannten Schatten nichts weiter als anorganische Raubwesen, die sich von unserer Lebensenergie ernähren und deren im Grunde einfach gestricktes, auf Dominanz und Unterordnung, auf reine Energiegewinnung und Existenzerhaltung ausgerichtetes Bewusstsein sich unserer Existenz bedient um unerkannt zu agieren und unerkannt zu bleiben. Dafür benutzt der Schatten sowohl unsere rationale Fixierung als auch die beschriebene emotionale Prägung, die beide ursächlich nicht durch uns initiert wurden und auch nicht zu uns gehören, sich aber dennoch wie eine zweite Haut auf unser Bewusstsein gelegt haben, das dadurch überschtatet und fortwährend manipuliert wird.
Technisch ausgedrückt wird der Zustand der Angst auf diese Weise in uns installiert und verfestigt. Ist man sich dessen bewusst hat man schon den ersten Schritt getan diese Fixierung zu brechen und die darin gebundene Lebensenergie zu assimilieren - mit anderen Worten: Man (spart) leitet Energie um und gewinnt "Persönliche Kraft" die wiederum den Sinn für das Abstrakte, die "Absicht" oder den "Intend" schärft.

Damit hat sich die Frage nach dem Sinn von Schuld, Angst, Reue,Leid, Unterdrückung und Mangel für mich zumindest erledigt und ist in Verbindung mit einer Lebensweise, die ich mehr und mehr verinnerliche, auch gegenstandslos geworden.

Dazu demnächst mehr.

Um es abschliessend klarzustellen: Es geht hier nicht um eine neue Dämonologie oder Verteufelung, nicht um Verschwörungstheorien oder um religösen Eifer auch nicht um eine philosophische Diskussion. Es geht um Freiheit und Selbstbestimmung. Als Mensch, der diesem "neuen Weg des Wissens " folgt und Kraft und Erfüllung daraus zieht, stehe ich den hier dargelegten Inhalten wie der Existenz von Entitäten, die mein Bewusstsein manipulieren, mehr oder weniger unbeteiligt gegenüber indem ich mich bemühe in Gegenwart zu bleiben, beobachtend zu sein, dem "Weg mit Herz" folge.
Was hätte ich auch davon, mich auf ein neues "Feindbild" wiederum neu zu fixieren , indem ich meine Wahrnehmung in endlose Interpretationsschleifen zwinge ? Das wäre kein lebendiges Wissen sondern ein weiterer intellektueller Overkill und semantischer Irrläufer.

Darum geht es auch nicht. Es geht darum, dass wir den Mut haben, uns wieder zu erinnern, wer wir sind, und die Begrenzungen eines unzureichenden kognitiven Systems und die daraus entstandenen Konstrukte und Seinsbedingungen abzuschütteln, also Erlerntes wieder zu verlernen um loszulassen, was wir seit Menschengedenken fraglos übernommen haben.

Wer das nicht will, sollte sich aufrichtig und ernsthaft fragen warum ;).

Verfasst: 16.04.2007, 09:53
von aki
Man (spart) leitet Energie um und gewinnt "Persönliche Kraft" die wiederum den Sinn für das Abstrakte, die "Absicht" oder den "Intend" schärft.


das ist die Stelle wo ich nicht weis ob wir das selbe meinen.

Man lässt das Abstrakte, ohne Gegenwähr und ohne verzerren zu wollen, zu und das Abstrakte bringt die Absicht mit?

Leitet und persönliche Kraft sind da meine Stolpersteine.
Persönliche Kraft ist das was sichtbar wird?
Aber leitet. Hat das Leben keine eigene Richtung oder besser Absicht? Oder meinst du bevor das Leben richtig durch ein fliessen kann muss man etwas bestimmtes umleiten?

Energie und oder Abstraktes. Sind das zwei Verschiedene?
Energie aus dem Abstrakten oder umgekehrt.

Energie = Leben?
Abstraktes = Quelle des Lebens?

Klingt bestimmt alles etwas Kopfig. Versuche aber deine Begriffe mit meinen Gefühlen zu paaren. Dabei bleibt immer ein Rest oder es fehlt was was ich nicht finde (Vielleicht hab ich es verloren und es war wichtig). Obwohl es im grossen und ganzen passt.

Verfasst: 16.04.2007, 13:12
von Andre23
Man lässt das Abstrakte, ohne Gegenwehr und ohne verzerren zu wollen, zu und das Abstrakte bringt die Absicht mit?


Ja, das könnte ich nicht besser formulieren - ich hätte vielleicht noch das Fragezeichen weg gelassen weil sich in dieser Frage (d)eine Wahrheit "verbirgt" . Mir geht es nämlich nicht darum zu dozieren sondern darum
einfach meine (subjektive) Wahrheit zum Ausdruck zu bringen um damit vielleicht eine Saite in meinem Gegenüber anzuschlagen die dazu inspiriert und ermutigt über diese Wahrheit zu reflektieren um sich dann vorbehaltlos selbst ,sozusagen in Resonanz , zu äussern. Daraus entwickelt sich ein lebendiger Dialog der wiederum selbst das "Abstrakte" beinhaltet und die "Absicht" mit einbringt. Das kreiiert einen gemeinsamen Intend (oder Absicht). Lujan Matus nennt das "Simultane Erweiterung" ein energetisches Gewebe, das den Zugang zu einem erweiterten Realitäts-oder Wirklichkeitsbegriff ermöglicht. Und dieser Vorgang beinhaltet schon das Aufsparen oder Umleiten von Lebensenergie die dadurch von der Fixierung auf unsere rationale und emotionale Konditionierung abzieht.
Man könnte auch sagen dass wir uns so gegenseitig "anpirschen" :)

Verfasst: 30.05.2007, 08:23
von elegolo
Bei all dieser Pirscherei wird mir ganz schön schwindlig, Jungs! :x

Das Problem an diesem Debattierklub hier (und in anderen Forenpfaden zum Thema) scheint mir doch zu sein, dass ein ganz wesentlicher Aspekt der "Lehren des Don Juan" in Hinsicht auf das "Energiesparen" das Anhalten des inneren Dialogs ist, wozu nun aber diese Themen- und Begriffshoppereien hier so gar nicht beitragen. Ihr nährt die Flieger durch den Versuch, das Nagual ins Tonal zu verlagern - vielleicht solltet ihr mal eher so etwas wie abstrakte Gedichte erfinden, mehr so aus dem Bauch heraus 8)
Akis Begriffsgleichungen gehen ja schon in die Richtung, sind mir aber immer noch zu begrifflich assoziativ.
Wie wär's denn mit ein paar Lautungen (eher so meine Richtung):

aaaaaaohm (aus dem Bauch aufsteigend in den Kopf zu summen)

flaierssssss schleiiicht eiiich! (eher was für die Süddeutschen und Schlangenmenschen)

oder

draaaaum draaaaaum draaaaaaum
daahrum daarumm darummmm


:idea: Oder sollten wir dazu einen eigenen "Pfad" aufmachen :idea:

Weiter viel Spass
elegolo

P.S.: Ich werd schon richtig kühn, meint ihr nicht auch? :wink:

Verfasst: 30.05.2007, 11:03
von aki
Naja, ist halt so das ich "Energie speichern" nicht kenne. Nicht erfahre oder fühle. Oft ist es aber auch so das ich Sachen nicht wahrnehme oder das beschriebene etwas ist was ich ganz anders nenne. Mit Um- und Beschreibungen merke oder fühle ich dann aber oft was gemeint ist.

Wie kommst du denn darauf das es nur möglich ist im Tonal Energie zu speichern?
Spürst du gespeicherte Energie?
Wo?
Wie fühlt es sich an?

Ich muss etwas wahrnehmen können.

P.S.: Ich werd schon richtig kühn, meint ihr nicht auch?

Jo, machst dich :D

Verfasst: 30.05.2007, 20:30
von elegolo
Hi aki,

du fühlst dich doch oft auch ausgelutscht - oder? Und es gibt sicher auch mal Zeiten, wo du so ein inneres Gleichgewicht, ne Ausgeglichenheit spürst.
Ich spüre - wenn ich es schaffe entsprechend still zu sein und auch alles drum herum stimmt - schon so eine fließende Energie im Körper, die ich aber tatsächlich nicht speichern kann, jedenfalls nicht bewusst; es ist eher so ein Durchfluss eines wechselnden Zustands ähnlich wie leichte Wärme oder ein ganz feines Zittern.
Also doch nix mit Speichern, Vorratshaltung und so? Oder will mir da grad mein kleiner Zeh was mitteilen ... :?

Das mit dem Tonal habe ich durchaus so nicht gemeint, dass man nur darin Energie speichern könnte, aber nur wenn das Tonal in Ruhe ist ("aufgeräumt","leer"), kann man auch an die "Energie" rankommen, die vielleicht schon immer da ist oder eben auch dadurch einfließt oder zumindest erfahren werden kann. (Leider schlaf ich dann meistens ein. :twisted: )

Gruß,
elegolo

Verfasst: 29.06.2007, 19:45
von aki
Jo, kenn ich.

Verfasst: 01.08.2007, 00:00
von Andre23
Also doch nix mit Speichern, Vorratshaltung und so? Oder will mir da grad mein kleiner Zeh was mitteilen ..




Mir geht gerade erst auf, dass ich es unter der Prämisse "Batterie", "Vorrat", "Speicherung", im Sinne eines spirituell-physikalischen (lol)Vorgangs gar nicht betrachtet habe. Es ist nur ein in Worte geformtes Bild für mich, ein Bild dass ich zufälligerweise verstehe. Und ein dämliches dazu - wäre fast versucht vom "Indianerunsinn" zu sprechen (bzw. zitieren). Allein der Titel unseres Threads hier:

Castaneda und Energie speichern.......

CASTANEDA.......ENERGIE.........SPEICHERN.......Hmmmm, da drängen sich schon bei jedem einzelnen Begriff die passenden Assoziationen (und Voreingenommenheiten mit oder ohne Definition) auf wie ein kreischender Teenager-Fanclub...


Dein Zeh hat recht (zumindest vom Sandpunkt des Zehs aus) elegolo :)


"Energie speichern" könnte man auch als das Aufbrechen von Verkrustungen in der physischen, psychischen, mentalen und energetischen Struktur und charakterlichen Ausprägung des Menschen bezeichnen. Dekonditionierung, doch hier auch ausserhalb unserer Fixierung auf die begrifflichen Parameter unserer Alltagswahrnehmung.

Man könnte auch sagen : " Butter bei die Fische packen". :D


Oder wie die Christen : "Die andere Wange hinhalten"

Doch nicht als räuige Sünder, voll geheimer Obsessionen, liebe Gemeinde : als Lachender Dritte ! = lol wenn die Christen wüssten, der Mann am Kreuz hats uns ja damals (mensch, ist das schon wieder 2000 Jahre her? Die Zeit vergeht...:roll: ) deutlich gesagt : "Ihr Dumpfbacken wisst nicht was ihr tut ! Nicht MICH, Holzkreuze oder irgendwelche Popstars und sonstige Ikonen anbeten oder verteufeln sondern Arsch aufheben und sich zumindest bemühen zum Tellerrand hochzukrabbeln und gucken was "da draussen" (und da drinnen bei euch) wirklich los ist !.....verdammte Dornenkrone, scheiss Nägel, mann tut das weh Ihr Schnarchsäcke!"

Verfasst: 01.08.2007, 11:49
von aki
Es ist nur ein in Worte geformtes Bild für mich, ein Bild dass ich zufälligerweise verstehe.


Damit kann ich schon mehr anfangen (kein Witz).

Ist das mit dem Mann an die Latten genagele schon wieder so lange her?

Dann wirds Zeit für eine neu Auflage.

Freiwillige?

Verfasst: 01.08.2007, 17:58
von Andre23
Dann wirds Zeit für eine neu Auflage.




Mal sehen...ja: Das hiesse dann erstmal ein 6-monatiger Aufenthalt in der geschlossenen psychatrischen Abteilung des Stadtklinikums mit einleitender therapeutischer Betreuung und zunächst hoher Medikation um
möglichen weiteren Psychosen u. Gewaltausbrüchen vorzubeugen. Wechselweise Beruhigungsmittel und Antidepressiva.
Danach die Überstellung in die offene Abteilung, nur leichte Medikation und eventuell Eingliederung in einen therapeutischen Gruppenprozess (Psychodrama, Traumabewältigung) oder auch Enzelsitzungen in der analytischen Gesprächstherapie.
Mit Hilfe von zuständigen Trägern und behördlicher Kontrolle stünde dann einer vollständigen Resozialisierung nichts im Wege.

Ja das könnte gehen.....Da müsste noch geklärt werden ob noch Plätze in der Wohngruppe "Siechenheim" für das 2.Quartal 2008 frei sind...und mit etwas Glück und gutem Willen könnte der Patient über ergänzende psychosoziale Betreuung innerhalb von ein- bis anderthalb Jahren wieder ein ganz normales Leben führen.

Gute Arbeit, gute Besserung.


Ihre

Prof.Dr.Dr.Prof.Dr.Dipl.Ing

Angelika Schlaumeier-Heuchel

Verfasst: 01.08.2007, 20:37
von elegolo
Eh, Jungs,

da wir gerade unter uns in der Geschlossenen sind:

Habt ihr schon gehört, dass wir nur so was wie Kühe auf der Weide sind, die nur das zu da sind, eine bestimmte Form von Energie zu produzieren, was am besten klappt durch Angst, Ärger, Einsamkeitsgefühle und Mordlust? Unsere Hüter ( :twisted: ) sorgen heimlich dafür, dass wir uns die Köpfe einschlagen, damit wir kräftig Energie ( :idea: ) produzieren, die sie dann absaugen können - am meisten gibts, wenn einer von uns krepiert.

Also ehrlich! Ich möchte diese Energie lieber behalten und lernen damit umzugehen, als ständig nur gemolken zu werden, doch wie tricksen wir die Hüter aus - irgenwelche Vorschläge?

Wirklich - wir alle sind Jesus!

Gruß,
ehe logo lelo

Verfasst: 02.08.2007, 09:48
von jodo
@Andre23: :D