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 Betreff des Beitrags: Maskierungen
BeitragVerfasst: 18.04.2008, 11:27 
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elegolo hat geschrieben:
]Ey, ihr könnt mich ja einfach (aus)sperren, wenn ich euch zu sehr nerve.


Andre23 hat geschrieben:
Bist du unglücklich elegolo ? Du schwankst immer so auffällig zwischen Anklage und Selbstanklage um es mal überspitzt zu formulieren und interpretierst oft auch so, selbst wenn ich es z.B. gar nicht so meine. Du sagst du verstehst nicht - vielleicht solltest du einfach mal aufhören es "verstehen" zu wollen.


elegolo hat geschrieben:
Sagen wir mal: Eher selten glücklich und nicht so selten damit beschäftigt, meine Depressionen in Schach zu halten.


Andre23 hat geschrieben:
Du sagst du verstehst nicht - vielleicht solltest du einfach mal aufhören es "verstehen" zu wollen.


elegolo hat geschrieben:
Wir Androiden sind leider auf das Verstehen angewiesen. Zumindest hab' ich kein Vertrauen zu meinen Gefühlen (s.o.), die sind eher Murks.
Was bleibt dann? Auf den Körper hören? Den plag' ich (?) mit zu viel Essen, ansonsten ist unsere Beziehung aber o.k.; vielleicht sollte ich mal wirklich weniger vorm Computer hocken.
Aber wenn schon, was kann man denn im Forum anderes tun als verstehen zu wollen? Die Sprache/Schrift ist nun mal das Mittel des Verstandes und aller sprachliche Ausdruck wird durch den Verstand gefiltert, ausser vielleicht "Scheiße!" oder so.
Bleiben nur die Emoticons (Smilies) und die sind nur für sehr einfache Gefühlsdarstellung geeignet; und sie können leicht "missverstanden" werden. :cry: :evil: :x

Das Dingens: :mrgreen: verstehe ich übrigens gar nicht.


Andre23 hat geschrieben:
Deutlicher hättest du es nicht zum Ausdruck bringen können..da gehts für dich längs.
Tut mir wirklich leid für dich (das meine ich so, da ich es absolut nachempfinden kann = null Ironie) doch vielleicht solltest du in dir ein bisschen nachforschen was dich zum nicht-vertrauenden, depressiven, vermurksten "Androiden" macht bzw. gemacht hat (was für eine beklemmende[selbstanklagende] Selbsteinschätzung bzw. fortgesetzte Selbstprogammierung) - klingt sehr persönlich und ebenso tief vergraben.

Was sind Deine "Erinnerungsperlen" ?


Andre23 hat geschrieben:
Es ist das Mindset, die Ausrichtung unseres Verstandes (nicht der "Mind" per se, der an und für sich ein wundervolles Werkzeug ist) die Welt unserer Gedanken die so scheinbar untrennbar mit persönlicher Geschichte und sozialer Identität, emotionaler Verhaftung, und der linearen Abfolge von Ereignissen identifiziert ist die ich als Zeit wahrnehme. Die Zeit dehnt sich aus, wird zu Raumzeit welche zu Realität wird: die 0 transformiert sich zur 1, die unendliche Leere wird zentiert auf einen Fixpunkt , auf den wiederum mein ganzes Sein sich begrenzt.

Aus dieser Perspektive ist meine Vergangenheit meine "persönliche Geschichte" und Identität eine Aneinanderreihung von Ereignissen, wie Perlen, aufgereiht auf einer Schnur die in diesem Fall die Zeit repräsentiert, die seit meiner Geburt vergangen ist - eine lineare Bewegung ausgehend von jenem ersten Schritt. Der einzige Wert den sie, diese Perlen der Erinnerung besitzen, liegt darin wie ich mit ihnen umgehe, sie betrachte ohne mich von ihrer Schönheit oder ihrem Schrecken gefangennehmen zu lassen.
Nicht, wie viele ich davon besitze oder wie viele mir geblieben sind ist entscheidend.
Betrachte ich sie als eine Kette von Ereignissen die aufeinander folgen und einander bedingen so komme ich, der ich wach, unvoreingenommen und ganz Selbst bin, fast zwangsläufig zu der Erkenntnis, dass meine Geschichte , meine Perlen der Erinnerung nichts als Zeitkapseln sind : Erinnerungen, eingefroren und konserviert in Momenten des Erlebens nach denen sich mein Herz ein ganzes Leben lang zurücksehnt oder vor denen es sich ein ganzes Leben lang fürchtet.


elegolo hat geschrieben:
Jetzt sind wir aber ganz schön aus dem Thema gefallen ...

Sorry, das hat es nicht verdient.

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"Alter, wo leben wir eigentlich? Das Haus gehört gnadenlos niedergerissen."


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 18.04.2008, 11:27 


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 Betreff des Beitrags: Re: Maskierungen
BeitragVerfasst: 18.04.2008, 11:31 
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So besser ?

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 Betreff des Beitrags: Re: Maskierungen
BeitragVerfasst: 19.04.2008, 20:49 
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Ja, super!


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 Betreff des Beitrags: Re: Maskierungen
BeitragVerfasst: 20.04.2008, 14:26 
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Andre23 hat geschrieben:
Deutlicher hättest du es nicht zum Ausdruck bringen können..da gehts für dich längs.
Tut mir wirklich leid für dich (das meine ich so, da ich es absolut nachempfinden kann = null Ironie) doch vielleicht solltest du in dir ein bisschen nachforschen was dich zum nicht-vertrauenden, depressiven, vermurksten "Androiden" macht bzw. gemacht hat (was für eine beklemmende[selbstanklagende] Selbsteinschätzung bzw. fortgesetzte Selbstprogammierung) - klingt sehr persönlich und ebenso tief vergraben.

Was sind Deine "Erinnerungsperlen" ?
...
Aus dieser Perspektive ist meine Vergangenheit meine "persönliche Geschichte" und Identität eine Aneinanderreihung von Ereignissen, wie Perlen, aufgereiht auf einer Schnur die in diesem Fall die Zeit repräsentiert, die seit meiner Geburt vergangen ist - eine lineare Bewegung ausgehend von jenem ersten Schritt. Der einzige Wert den sie, diese Perlen der Erinnerung besitzen, liegt darin wie ich mit ihnen umgehe, sie betrachte ohne mich von ihrer Schönheit oder ihrem Schrecken gefangennehmen zu lassen.
Nicht, wie viele ich davon besitze oder wie viele mir geblieben sind ist entscheidend.
Betrachte ich sie als eine Kette von Ereignissen die aufeinander folgen und einander bedingen so komme ich, der ich wach, unvoreingenommen und ganz Selbst bin, fast zwangsläufig zu der Erkenntnis, dass meine Geschichte , meine Perlen der Erinnerung nichts als Zeitkapseln sind : Erinnerungen, eingefroren und konserviert in Momenten des Erlebens nach denen sich mein Herz ein ganzes Leben lang zurücksehnt oder vor denen es sich ein ganzes Leben lang fürchtet.


Schön, wenn man an seine Erinnerungsperlen ran kommt. Meine Erinnerungen sind eher tief im Nebel verborgen. Nur gelegentlich taucht mal das eine oder andere auf, meist im Zusammenhang mit einem Gefühl, ein Bezug zu meinen psychischen Problemen findet sich dabei aber bisher nicht.
In den Therapieexperiemente, die sich in kleineren und größeren Phasen durch die Jahrzente meines Lebens ziehen, sind die Kernpunkte meiner Probleme, sofern es solche tatsächlich gibt, im Nebel geblieben, auch wenn ich MIR im Laufe der Jahre schon deutlich näher gekommen bin, und mich doch meinem SELBST immer mehr entfremdet habe.
"ganz Selbst sein" - da steckt einmal das Ganz-Sein und dann das Selbst-Sein drin. Ich weiß aber gar nicht was dieses SELBST eigentlich ist. Oft bin ich mir ganz sicher, aus vielen Selbsten zu bestehen, wie ein Schauspieler, der sich so in seine Rollen vertieft hat, dass er nicht mehr weiß, welche der Rollen sein wirkliches Leben ist.
Das Ganz-Sein wäre vielleicht der Weg heraus: Alle Rollen reintegrieren - aber wohin, zu was?

Ich versuch's zur Zeit mal mit einem meditativen Weg, auch wenn es mir nahezu unmöglich ist, die dafür nötige Selbstdisziplin aufzubringen. Habe aber gemerkt, dass eine gewisse Beständigkeit der Absicht meine Unfähigkeit, mich freiwillig regelmäßig einer Sache zu widmen, etwas aufhebt. Konkret gelingt es mir nicht, täglich für 1 Stunde zu meditieren, obwohl ich die Zeit ohne weiteres hätte. Trotzdem mache ich Fortschritte, weil offenbar diese Regelmäßigkeit gar keine so unbedingte Voraussetzung ist, sondern nur die Absicht oder der Wille, auf diesem Weg weiter zu kommen.

Ich glaube, die schlimmste unserer Masken ist dieser ständige innere Dialog, der Strom von Gedanken. Weil wir diese vor uns selbst aufsetzen, als wollten wir uns ständig beweisen, dass es uns gibt. "Ich denke, also bin ich" - einer der blödesten Sätze der Geschichte, trotzdem bezeichnend. Die Gedanken, basierend auf Erinnerung, oft verknüpft mit den gegenwärtigen Einflüssen und meist bezogen auf irgendwelche zukünftigen, vermutlich eintretenden Ereignisse schaffen das "denkende Selbst" als Vorstellung, die diese körperliche Entität in einen zeitlichen und sozialen Rahmen stellt und damit gedanklich als Selbst durch andauernde Selbst-Bestätigung definiert.
Es fällt mir recht schwer, diesem Strom der Gedanken zu entrinnen, die sich unablässig aufdrängen wie eine Schar hungriger Kinder. Klar kann man den Strom ablenken (z.B. Film, Fernsehen) oder in günstigen Momenten auch ersetzen (z.B. Musik oder auch durch sportliche Konzentration), zumeist ist dann aber das wahrnehmende Bewusstsein in dem alternativen Medium in einer ähnlichen Weise gefangen.

Steht also hinter dem "denkenden Selbst" zunächst einmal das "wahrnehmende Selbst"? Was nehmen wir wahr? Die Informationen, die unsere (körperliche) Einheit erreichen, werden in dieser Einheit auf eine uns selbst nicht wahrnehmbare Weise umgesetzt und gefiltert und treten schließlich zu einem geringen Teil als Wahrnehmung in Erscheinung (wie auch immer). So haben wir auch in uns viele Masken (Filter), die uns nur das wahrnehmen lassen, was wir wahrnehmen ... sollen? können? wollen?
Zumindest zum Teil sind diese Filter durch die sozialen Interaktionen im Laufe unseres meist schon frühen Lebens entstanden und sind wohl notwendig, da unsere Wahrnehmungskapazität begrent zu sein scheint und eine Einbettung in das soziale Umfeld überlebensnotwendig ist.

Also auch hier, in uns selbst, Masken über Masken.
Wo soll da ein wirkliches Selbst, ein Kern-Selbst sein - sind wir nicht alle Androiden?


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 Betreff des Beitrags: Re: Maskierungen
BeitragVerfasst: 21.04.2008, 12:44 
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Zitat:
Ich weiß aber gar nicht was dieses SELBST eigentlich ist.


kenn ich. habe fuer mich mal den schoenen satz gefunden:
ich wueste gerne wie ich waehre wenn ich so waehre wie ich wirklich bin.

Zitat:
Konkret gelingt es mir nicht, täglich für 1 Stunde zu meditieren, obwohl ich die Zeit ohne weiteres hätte.


verborge doch einfach mal deinen fernseher und deinen computer fuer einen monat. wirkt wunder. weis ich aus eigener erfahrung.

Zitat:
Ich glaube, die schlimmste unserer Masken ist dieser ständige innere Dialog, der Strom von Gedanken.


ja, hammer. entloses wiedergekaeure von 1000 mal im kreis gedachtem, sinnlose dialoge, was waehre wenn statistiken. eigendlich schon ein richtiges krankheitsbild. Eckhard tolle hat dazu ne menge geschrieben. sollest mal reinschauen. gibts auch auf cd. schon wie er spricht macht die gedanken lagsammer (manchmal schlaeft man auch ein). Fand ich wirklich gut was er so darueber sagt.

Zitat:
Steht also hinter dem "denkenden Selbst" zunächst einmal das "wahrnehmende Selbst"?


gibt es jemanden der die sinnlosen gedanken war nimmt? finde es immer wieder sehr hilfreich den eigenen gedanken zuzuhoeren. oft nich so einfach weil man schnell anfaengt die gedanken gedanklich zu kommenieren. meine einfach nur wohlwollend zuhoeren. so wie ein vater seinem sinnlos plappernen kind wohlwollend zuhoert.

Zitat:
Wo soll da ein wirkliches Selbst, ein Kern-Selbst sein - sind wir nicht alle Androiden?


glaube der kern fängt beim zuhoeren der gedanken schon an. vertieft sich dann im wohlwollendem zuhoeren. irgendwo stoesst man da dann auf sowas wie echte motivation und wahre beduerfnisse (wuensche) viel weiter bin ich auch noch nicht gekommen aber glaube da gehts irgendwo lang. vermute dahinter dann eine quelle dessen.

und manchmal fuehl man auch seinen koerper obwohl er gar nicht weh tut. aber das ist dann schon zauberei :)

_________________
mein leben ist wie die aneinanderreihung von ereignissen. aber die kreativen elemente sind wie ein rezept das man nicht aufschreiben kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Maskierungen
BeitragVerfasst: 21.04.2008, 22:56 
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aki hat geschrieben:
gibt es jemanden der die sinnlosen gedanken war nimmt? finde es immer wieder sehr hilfreich den eigenen gedanken zuzuhoeren. oft nich so einfach weil man schnell anfaengt die gedanken gedanklich zu kommenieren. meine einfach nur wohlwollend zuhoeren. so wie ein vater seinem sinnlos plappernen kind wohlwollend zuhoert.
...
glaube der kern fängt beim zuhoeren der gedanken schon an. vertieft sich dann im wohlwollendem zuhoeren. irgendwo stoesst man da dann auf sowas wie echte motivation und wahre beduerfnisse (wuensche) viel weiter bin ich auch noch nicht gekommen aber glaube da gehts irgendwo lang. vermute dahinter dann eine quelle dessen.

Ich hab' da echt ein Problem. Ich kann meine Gedanken nicht beobachten. Ich werde zu meinen Gedanken, d.h. sie tauchen auf und füllen einfach mein Bewusstsein. Ich kann mich dann zwar wieder davon lösen, oft erst nach einer ganzen Gedankensequenz, d.h. ich nehme irgendwann wahr, dass ich schon weider gedacht habe, dann ist das aber schon passiert. Ich hatte schon mal vor vielen Jahren (ca. 1973) eine intensive Einführung in die "Transzendentale Meditation" und auch da ist es mir trotz (einigermaßen) regelmäßiger Übung nicht gelungen, etwas anderes zu sein, als die Gedanken selbst, wenn diese in Erscheinung treten. Na ja, vielleicht fehlt mir halt einfach das Kern-Selbst, das ihr Menschen habt. Man kann ja nicht erwarten, dass die Kopie identisch ist. Oder ich muss mal wieder mein "persönliches Mantra" von damals rauskramen und vor mich hinmurmeln.

aki hat geschrieben:
und manchmal fuehl man auch seinen koerper obwohl er gar nicht weh tut. aber das ist dann schon zauberei

Da bin ich schon eher näher dran. In meinen Körper eintauchen und ihn fühlen, d.h. so was wie angenehm prickelnde oder kribbelnde Energieströmungen wahrnehmen, ganz lustvoll, kann ich ganz gut. Und es gelingt mir auch, dieses Empfinden über selbsterzeugte Töne und langsame Bewegungen zu vertiefen. Da bin ich echt gut drauf. Is aber nix mit Zauberei oder so, auch wenn "meine" Töne dem Gesang mongolischer Schamanen recht verwandt zu sein scheinen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Maskierungen
BeitragVerfasst: 22.04.2008, 00:39 
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elegolo hat geschrieben:
Ich hab' da echt ein Problem. Ich kann meine Gedanken nicht beobachten. Ich werde zu meinen Gedanken, d.h. sie tauchen auf und füllen einfach mein Bewusstsein.

Für das Nicht-Denken gibt es viele Wege, Tips, Übungen. Welche die mir geholfen haben, waren von Zen-Meistern.
Einer war (etwa): "Am Anfang denke ich noch. Aber ich höre nicht mehr zu."
Ein anderer: "Gedanken werden zu Regen. Lass sie tropfen und rauschen. Der Regen hört auch auf. Warte nicht darauf, hoffe nicht darauf, lass den Regen ziehen."
Andere kommen besser klar, wenn sie statt der Leere mit Mandalas arbeiten, oder "einem Gedanken" statt all der anderen.

Insgesamt scheint mir wichtig, Meditation nicht mit Konzentration oder Disziplin zu verwechseln, das Ziel ist immer Entspannung (auch bei gerader Haltung, die anfangs anstrengend ist) und "Loslassen". In dem Zusammenhang muss ich auch zu Oben sagen: Jeden Tag ne Stunde zu meditieren ist ja irgendwie lobenswert... aber son Leistungsgedanke... "Heute ne Dreiviertelstunde meditiert! Morgen meditier ich schneller, dann schaff ich das in ner halben!"

Nichts von alledem ist Vorschrift oder "am Besten", Meditationstechniken gibt es effektiv soviele wie Meditierende, fürchte ich.

elegolo hat geschrieben:
Da bin ich schon eher näher dran. In meinen Körper eintauchen und ihn fühlen, d.h. so was wie angenehm prickelnde oder kribbelnde Energieströmungen wahrnehmen, ganz lustvoll, kann ich ganz gut. Und es gelingt mir auch, dieses Empfinden über selbsterzeugte Töne und langsame Bewegungen zu vertiefen. Da bin ich echt gut drauf. Is aber nix mit Zauberei oder so, auch wenn "meine" Töne dem Gesang mongolischer Schamanen recht verwandt zu sein scheinen.


Wenn Dir das was bringt, dann mach genau da weiter! Meditation ist (nach Aussagen von Fachkräften) genau das: Nix mit Zauberei. "Offene Weite, nichts von Heilig". "Esse wenn Du Hunger hast, Trinke wenn Du durstig bist, Meditiere, wenn Du meditierst".

Alles nicht von mir. Von mir ist: "Wenn Du nach vorne spielst, vergiss den Torwart".


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 Betreff des Beitrags: Re: Maskierungen
BeitragVerfasst: 22.04.2008, 00:59 
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Danke! Sehr schöne Tipps!


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 Betreff des Beitrags: Re: Maskierungen
BeitragVerfasst: 22.04.2008, 16:51 
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Zitat:
Wenn Dir das was bringt, dann mach genau da weiter! Meditation ist (nach Aussagen von Fachkräften) genau das: Nix mit Zauberei. "Offene Weite, nichts von Heilig". "Esse wenn Du Hunger hast, Trinke wenn Du durstig bist, Meditiere, wenn Du meditierst".

Alles nicht von mir. Von mir ist: "Wenn Du nach vorne spielst, vergiss den Torwart".



Das kann ich nur unterschreiben und deswegen tue ich mich auch im Rahmen des Forums schwer hier "Gesundheitstipps" oder "Regeln zur körperlichen Selbstverwirklichung" aufzulisten (ist auch weder ein Yoga- noch ein NewAge Forum :D).
Ich kann nur feststellen, dass mir einerseits sehr aktive Phasen in denen ich täglich bis zu 2-3 Stunden geübt habe sehr gutgetan haben was den Energiezuwachs, geistiges und körperliches Wohbefinden betrifft (gerade mit fortschreitendem alter) andererseits kann man auch verbissen sein ganzes Leben lang Kampfsport, Yoga o.ä. betreiben ohne den geringsten durchschlagenden"Bewusstseinseffekt" zu erzielen, denn es ist eigentlich eine sehr persönliche Angelegenheit, hat viel mit persönlichem Gewahrsein und Verstrickung im Alltag und entsprechenden Verhaltensmustern zu tun. Castaneda z.B. hat die Beschreibung des "Kriegers" stark überhöht und idealisiert wie viele andere Lehrer oder Meister auch (von wegen im Gefühl schwelgen "Meister zu sein z.B.).
Es gibt viele Wege dorthin. Ein Instrument zu spielen z.b., sich überlassen und einfach Bewegungen ausführen die befreiend wirken und Spass machen (z.B. Tanz).
Routinehandlungen zu modifizieren und einfach anders ausführen wie gewohnt.
Einen Augenblick von innerer o. äusserer Begegnung bewusst wahrnehmen anstatt sich peinlich berührt wegzudrehen u.v.a. Was immer wirklich Freude macht und befreiend wirkt.
Ist der Punkt erstmal erreicht wo sich Wahrnehmung erweitert, Bewusstsein zum Ausdruck bringt setzt sich der Prozess auch fort (das ist Leben, oder?) selbst wenn du dir jeden Tag ne Buddel Wodka reinziehst - überspitzt formuliert, wäre ja natürlich selbstzerstörerischer Schwachsinn bzw. Ausdruck dafür dass derjenige mit seinen Innenwelten in Konfrontation mit dem Aussen nicht umgehen kann oder will .

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