Zitat:
Zitat Andre23:
einen Komplex aus Angst , Schuld und Verlust generiert der aus unserer familiären und gesamtgesellschaftlichen Prägung stammt
Akiii schreibt:
Ja, auch, aber nicht nur. Angst und Schuld sind Zeichen das einem noch irgendetwas fehlt. Oder besser gesagt das die Aufmerksamkeit etwas ausklammert oder sich von etwas abwendet. Angst und Schuld sind diesbezüglich nützliche Zeichen für Mangel. Glaube an Mangel bedarf der Heilung. Alles ist voll bis zum Rand. Der Glaube daran entsteht jedoch nicht in dem man den Mangel einfach ignoriert, oder?
Es gibt natürlich immer mehrere Möglichkeiten, wie man den Zustand der Angst und Furcht betrachten und bestimmen kann:
Aus unserer evolutionären Entwicklung heraus betrachtet ist Angst sicher ein sinnvolles Instrument, das uns u. Umständen davor bewahrt, Schaden zu nehmen, indem wir auf eine konkrete Gefahrensituation, anstatt sie durch unseren Intellekt zu interpretieren u. zu bewerten, instinktiv reagieren, wobei in jenem Moment das Abstrakte in uns durch unsere Intuition die Führung übernimmt, um auf die effektivste und bestmögliche Art und Weise zu überleben. Wer in einem solchen Moment über Sinn und Unsinn der Erfahrung nachsinnt oder in Panik gerät also nicht auf seine Intuition hört, um sich sozusagen seinem Instinkt zu überlassen, darf sich nicht wundern, wenn er das mit seinem Leben bezahlt - gerade in unserer Gesellschaft gibt es bestimmt viele Beispiele für eine solche dysfunktionale Fehleinschätzung.
Diese Form der Angst ist eine Art Sicherung und entsteht aus einem direkt aus dem Moment entspringenden Gefühl, ist also zutiefst gegenwärtig, d.h., man IST mit dem Sein in Gegenwart.
Dem kann eine akute Bedrohung zugrunde liegen, aber auch die bewusste oder unbewusste Antizipation einer noch kommenden Bedrohung.
So hat es mit Sicherheit am 11.9.2001 Menschen gegeben, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht zur Arbeit ins WTC gegangen sind - Gründe, die sie, wenn überhaupt , mit einem unbestimmten Gefühl einer Unlust oder auch mit einem persönlichen Ereignis in Verbindung bringen können, welches sich ausgerechnet an jenem Tag "inszenierte".
Ähnliches ist auch schon in Verbindung mit anderen Unfällen und Katastrophen geschehen.
Alle anderen, die aus Angst vor dem Chef, zu befürchtenden Repressalien, Termindruck, "Pflichtbewusstsein" etc. hingegangen sind ......nun ja....

. Das soll nur ein einfaches Beispiel sein, ohne dass ich damit pauschalisieren will.
Damit sind wir beim Komplex Angst und Furcht als Emotion bzw. emotionale Prägung angelangt. Jedes "traumatische" Erlebnis, welches mit Kontrolle, Missbrauch bzw. Manipulation durch Autorität in Zusammenhang steht (was von direkter physischer Gewalt bis zur psychischen Manipulation besonders in der Kindheit reichen kann, wobei die blosse Missachtung der kindlichen Bedürfnisse durch Unwissenheit, Ignoranz und fehlendem Verständnis schon ausreicht ), kreiert eine emotionale Prägung, die sozusagen im Moment ihrer Entstehung eingefroren bzw. "eingelagert" wird. Dies erzeugt eine Resonanz, die das gesamte Verhalten des Heranwachsenden bestimmt und steuert. Das bedeutet, dass ein so geprägter Mensch in Grunde genommen in der Vergangenheit lebt bzw. zulässt, daß sein gegenwärtiges Handeln immer durch die Resonanz jener Prägung bestimmt wird. Eine Prägung, die sowohl mit seiner aktuellen Gegenwart wie auch mit seiner Fähigkeit zu Gegenwärtigkeit nichts zu tun hat und sein Inneres Wesen, sein (freies) Inneres Kind von der ihm ureigensten Fähigkeit abschneidet, intuitiv, also direkt und unmittelbar zu fühlen u. zu handeln.D.H. er ist unfähig sich ohne die kontrollierenden Faktoren von Angst, Zweifel,Reue, Wut, Kontrolle, Dominanz, Unterordnung, Kalkül, Vermeidung und Verneinung usw. zum Ausdruck zu bringen.
In einem natürlichen Seinszustand würde unsere Ratio eine untergeordnete Rolle spielen und nur in ihrer Funktion als Werkzeug zum Ausdruck bingen, Sinneseindrücke zu selektieren, um zum Beispiel Ressourcen optimal zu nutzen.
Tatsächlich dominiert unsere rationale Seite aber unser Sein.Warum ist das so ? Und warum wehrt sich unsere Ratio so beharrlich dagegen, Standpunkte , Wahrnehmungen und Wahrheiten zuzulassen, die partout nicht in die steifen Konstrukte , Konzeptionen und Interpretationen unserer vehementen "Rationalisierungswut" passen ? Wahrheiten die uns auf emotionaler Ebene konfrontieren und uns zwingen uns in Rationalität, Rigidität, Arroganz oder Rechtfertigung zu flüchten. Warum bedrängen wir uns in unseren Absichten, unseren kulturellen, gesellschaftlichen und moralischen Grundsätzen u. Reglementierungen derartig und tragen dadurch jene Prägungsresonanz von Generation zu Generation weiter? Von Vater zu Sohn, von Mutter zu Tochter ?
Aus Sicht der Toltekischen Schamanen hat das einen ganz simplen und eigentlich naheliegenden Grund : Die Dominanz unseres rationalen, materiellen Ichs (= die Fixierung auf ICH) in Verbindung mit jener resonierenden, traumatischen Prägung, die im Grunde nichts als eine Verwundung und damit eine emotionale Labilität ist, etabliert eine emotionale wie energetische Fixierung, die eine Spannung, eine Reibung erzeugt.Diese Spannung bewirkt, dass wir unsere Lebensenergie verausgaben in dem wir Spaltung kreieren und auf unser quasi selbsterschaffenes Gefängnis, dieses Lebendige Konstrukt, das aus Leid, Gewalt, Mangel, sog. Sachzwängen usw. zusammengesetzt ist u. dass wir "Realität" nennen, weiterhin fixiert bleiben: Eine Fixierung die sich durch sich selbst erneuernde und selbst bestätigende, sich ständig wiederholende Handlungsschleifen und Denkmuster aufrecht erhält - eine Übereinkunft, der wir uns seit Generationen bedenkenlos anschliessen.
Wer würde schon ernsthaft, im wörtlichen Sinne, glauben wollen, dass wir tatsächlich die Schöpfer unserer Welt sind und eine revolutionäre Änderung allein daduch herbeiführen könnten, indem wir einfach "den Schalter umlegen" und aufhören, an dieses Lebendige Konstrukt zu glauben, selbst wenn unsere Ratio uns tausendmal einredet, dass dies keine ernsthafte Option sein kann ? Und doch ist es so - wir befinden uns bereits in einer weiteren Epoche des Aberglaubens, die im Gewande der Nüchternheit und Aufgeklärtheit daherkommt.
Das wäre an sich nichts Neues, wenn man davon ausgeht, dass ausschliesslich wir selbst es sind, die diesen Zustand der Barbarei, Entfremdung, Unterdrückung , Ausbeutung, durch Gewaltherrschaft, Verleumdung, Intrigen und Lügen, Mord u. Totschlag etc. über Jahrtausende herbeigeführt haben, aber auch das ist eine Lüge.
Es kommt noch ein externes Element hinzu, nämlich jenes Fremdbewusstsein, der sogenannte Schatten oder Flieger.
Ausgehend von der Prämisse, dass wir in einem multidimensionalen Universum leben, dem, wenn überhaupt ,eine Art Energie-Matrix zugrundeliegt sind wir durch unsere Fixierung auf einen winzigen Teil der Wirklichkeit begrenzt.Ein Fragment dass wir ausgezirkelt haben und als (ausschliessliche) Realität bezeichnen.Wenn wir uns also von der ganzheitlichen Wahrnehmung dieses Universums und unseres Seins darin abgeschnitten haben, ist es für mich naheliegend , dass dieser Kosmos und unser Planet auf multidimensionaler Ebene von Entitäten bewohnt und bereist wird, die z.B. Carlos Castaneda als Anorganische Wesen beschrieben hat. Und mir erscheint es ebenso naheliegend, das Phänomene wie das (Luzide o. Klar-) Träumen, ausserkörperliche Erfahrungen, Nah-Tod Berichte, Astralreisen, PSI usw. nichts weiter sind, als unsere Fähigkeit der Kommunikation und der Fortbewegung ausserhalb unserer fixierten Vorstellung von dem was wir als Existenz bezeichnen und das durch unser gegenständliches Sein gefiltert und interpretiert wird nur um durch Rationalisierung gleich wieder in das Reich der Mythen und Märchen abgeschoben werden zu können.
In der Toltekischen Vorstellungswelt sind die sogenannten Schatten nichts weiter als anorganische Raubwesen, die sich von unserer Lebensenergie ernähren und deren im Grunde einfach gestricktes, auf Dominanz und Unterordnung, auf reine Energiegewinnung und Existenzerhaltung ausgerichtetes Bewusstsein sich unserer Existenz bedient um unerkannt zu agieren und unerkannt zu bleiben. Dafür benutzt der Schatten sowohl unsere rationale Fixierung als auch die beschriebene emotionale Prägung, die beide ursächlich nicht durch uns initiert wurden und auch nicht zu uns gehören, sich aber dennoch wie eine zweite Haut auf unser Bewusstsein gelegt haben, das dadurch überschtatet und fortwährend manipuliert wird.
Technisch ausgedrückt wird der Zustand der Angst auf diese Weise in uns installiert und verfestigt. Ist man sich dessen bewusst hat man schon den ersten Schritt getan diese Fixierung zu brechen und die darin gebundene Lebensenergie zu assimilieren - mit anderen Worten: Man (spart) leitet Energie um und gewinnt "Persönliche Kraft" die wiederum den Sinn für das Abstrakte, die "Absicht" oder den "Intend" schärft.
Damit hat sich die Frage nach dem Sinn von Schuld, Angst, Reue,Leid, Unterdrückung und Mangel für mich zumindest erledigt und ist in Verbindung mit einer Lebensweise, die ich mehr und mehr verinnerliche, auch gegenstandslos geworden.
Dazu demnächst mehr.
Um es abschliessend klarzustellen: Es geht hier nicht um eine neue Dämonologie oder Verteufelung, nicht um Verschwörungstheorien oder um religösen Eifer auch nicht um eine philosophische Diskussion. Es geht um Freiheit und Selbstbestimmung. Als Mensch, der diesem "neuen Weg des Wissens " folgt und Kraft und Erfüllung daraus zieht, stehe ich den hier dargelegten Inhalten wie der Existenz von Entitäten, die mein Bewusstsein manipulieren, mehr oder weniger unbeteiligt gegenüber indem ich mich bemühe in Gegenwart zu bleiben, beobachtend zu sein, dem "Weg mit Herz" folge.
Was hätte ich auch davon, mich auf ein neues "Feindbild" wiederum neu zu fixieren , indem ich meine Wahrnehmung in endlose Interpretationsschleifen zwinge ? Das wäre kein lebendiges Wissen sondern ein weiterer intellektueller Overkill und semantischer Irrläufer.
Darum geht es auch nicht. Es geht darum, dass wir den Mut haben, uns wieder zu erinnern, wer wir sind, und die Begrenzungen eines unzureichenden kognitiven Systems und die daraus entstandenen Konstrukte und Seinsbedingungen abzuschütteln, also Erlerntes wieder zu verlernen um loszulassen, was wir seit Menschengedenken fraglos übernommen haben.
Wer das nicht will, sollte sich aufrichtig und ernsthaft fragen warum

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